Start-upsWie New York das Silicon Valley als Fintech-Mekka ablöst

New York City ist jetzt der heißeste Fintech-Standort der USA
New York City ist jetzt der heißeste Fintech-Standort der USAEmiliano Bar on Unsplash

Jared Hecht weiß, wie Erfolg geht. Er war gerade mal 23, als er sein erstes Start-up gründete – ein Jahr später verkaufte er es für 80 Mio. Dollar an Skype. Geld, das er direkt reinvestierte: Fundera heißt seine zweite Firma, ein Kreditmarktplatz für kleine Unternehmen.

Wer Hecht besuchen will, muss ins Silicon Alley. So wird die Gegend südlich des Flatiron Districts genannt. Hunderte Fintechs haben sich dort niedergelassen. Es sieht anders aus als im Silicon Valley: Zwischen Delis und Einzelhändlern reiht sich Hochhaus an Hochhaus, die Finanz-Start-ups verstecken sich hinter hohen Fassaden. Nirgendwo prangen große Firmenlogos. Auch Fundera trägt nicht dick auf. Ein paar Stühle und Pflanzen, ansonsten viel Licht. Baulampen an der Decke, am Boden Beton. „Check your ego at the door“, steht in roter Schrift an der Wand zwischen den Fenstern. Darunter der Leitsatz: „Elevate the Game.“

Das klappt bislang ganz gut bei Fundera: Mehr als 1 Mrd. Dollar wurden über die Plattform vermittelt. Der Erfolg, sagt der 31-Jährige, hänge auch mit dem Standort zusammen. „Jede Firma, die den Kapitalmarkt erschließen will, endet früher oder später in New York.“ Eigentlich stammt Hecht gebürtig aus San Francisco. Für ihn wäre es also ein Heimspiel gewesen, an der Westküste zu gründen. Entschieden hat er sich dennoch für New York. Einerseits, weil seine Frau hier lebt – andererseits aber vor allem, weil „es schlau ist, sein Unternehmen dort zu gründen, wo die eigene Branche ihren Hauptmarkt hat“. Mit seiner Entscheidung für New York ist Hecht nicht alleine.

Welche prominenten Startups noch auf New York setzen und wie es zu der Verschiebung kommen konnte, das lesen Sie heute auf Finance Forward, dem neuen Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.