Hamburger FintechWie grün ist das nachhaltige Banking-Start-up Tomorrow?

Die Tomorrow-Gründer
Die Tomorrow-GründerMichi Schunck/Unternehmen

Der Tweet war eine Anklage. „Hey Tomorrow, Ihr wolltet unsere Gelder doch in grüne und nachhaltige Themen investieren?!“ Das schrieb Fintech-Blogger und Haspa-Manager Tobias Baumgarten vor wenigen Tagen auf dem Kurznachrichtendienst. Angetreten war das Hamburger Banking-Start-up tatsächlich mit großspurigen Plänen: Es stellte sich dar als Mischung aus dem Öko-Finanzinstitut GLS und der Challengerbank N26. Mit einer Smartphone-App, die einfach zu bedienen ist, und dem Versprechen von nachhaltig-grünen Geldanlagen holte das Start-up vor einem Jahr die ersten Kunden an Bord, seit März ist das Angebot für alle Nutzer offen.

Ende Oktober versuchte Tomorrow noch, mit der Werbeaktion #BankraubForGood auf sich aufmerksam zu machen: „Wir räumen unsere Konten leer und schaffen das Geld auf nachhaltige Konten, bei denen keine dreckigen Geschäfte mitfinanziert werden“, hieß es plakativ auf einer eigenen Website. Das einzige Problem, das auch Tomorrow-Kunden Baumgarten ärgerte: Gerade einmal 150.000 Euro der Kundeneinlagen waren zu dem Zeitpunkt in „nachhaltige“ Investments geflossen. Bei etwa 16 Mio. Euro an Kundengeldern waren das nur etwa 0,01 Prozent. „Da dürfte selbst die Deutsche Bank besser dastehen“, kritisierte Baumgarten.

Welche Erklärung Tomorrow dafür hat, lesen Sie heute auf Finance Forward, dem neuen Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.