Gute Frage Warum werden immer noch so viele Diesel-Autos zugelassen?

Diesel-Motor von Audi: Die Antriebstechnik hat noch nicht ausgedient
Diesel-Motor von Audi: Die Antriebstechnik hat noch nicht ausgedient
© Getty Images
Der Diesel-Motor galt längst als Auslaufmodell. Doch siehe da: Im vergangenen Jahr hatten 32 Prozent aller neu zugelassenen Pkw einen Diesel-Antrieb. Was ist da los?

Der allseits verkündete epochale Umbruch auf dem deutschen Automarkt spiegelt sich in den harten Zahlen des Jahres 2019 kaum wider. Vor allem eine längst totgeglaubte Antriebstechnik ist immer noch aktuell: der Diesel. Von Januar bis Dezember des vergangenen Jahres wurden laut Kraftfahrtbundesamt knapp 1,2 Millionen Diesel-Pkw neu in Deutschland zugelassen. Das ist ein Marktanteil von 32 Prozent – fast genauso hoch wie im Vorjahr.

In absoluten Zahlen stiegen die Diesel-Zulassungen sogar um fast vier Prozent, während es bei Benzinern einen leichten Rückgang gab. Elektroautos und Plug-in-Hybride legten stark zu, allerdings immer noch auf sehr niedrigem Niveau.

Für diese Zahlen gibt es mehrere Gründe. Zum einen war der Anteil gewerblicher Anmelder bei den gesamten Neuzulassungen mit fast zwei Dritteln außerordentlich hoch. Dazu gehören Fuhrparks, die nach wie vor stark auf den sparsamen Diesel setzen.

Zudem dürften hinter dem hohen gewerblichen Anteil auch zahlreiche Eigenzulassungen des Autohandels stehen. Der Hintergrund: Die Automobilhersteller hatten ein großes Interesse daran, Fahrzeuge mit hohem CO₂-Ausstoß noch 2019 zuzulassen. Ab 2020 gelten schärfere Abgasvorgaben der EU für die Flotten der Konzerne.


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