Exklusiv"Volkswagen steht für Angst"

Der renommierte Marken-Experte Martin Lindstrom hat VW eine Kultur der Angst und einen falschen Fokus bescheinigt. „VW ist fixiert auf sich selbst“, erklärte der Branding-Berater, der Konzerne wie Coca-Vola, Nestlé oder Lego berät, im Capital-Interview. Volkswagen habe drei Probleme: „Sie haben erstens den Fokus verloren. Zweitens sind sie arrogant geworden. Und drittens haben sie vergessen, wie wichtig Kultur ist.“

Capital 04/2017
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Das alles wirke sich verheerend auf die Marke aus, die für Kunden kein klares Signal mehr aussende. Um das zu lösen, reichten „schicke Werbekampagnen“ nicht aus. Stattdessen müsse der Konzern mehr von außen nach innen zu schauen.

Lindstrom kritisierte zudem die Big Data-Gläubigkeit der Unternehmen: „Sie sind besessen von Big Date.“ Dadurch verlören Firmen ihre Kunden aus dem Blick. „Big Data braucht immer ein Gegenstück, und zwar Small Data. Das eine sind rationale, das andere emotionale Daten“, erklärte er gegenüber Capital. „Big Data zeigt uns die Korrelation, Small Data erklärt Kausalitäten“, ergänzt Lindstrom und fordert bei der Arbeit mit der Datenflut mehr Intuition ein. Auf diese Weise würden die kleinen, versteckten Dinge sichtbar, ließen sich verknüpfen und Werte sowie Bedürfnisse der Menschen erforschen.

Das vollständige Interview mit Lindstrom lesen Sie in der neuen Capital. Hier geht es zum Abo-Shop, wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es bei iTunes, GooglePlay und Amazon