ReportageThonet - Hausbesuch bei einer Stilikone

Der deutsche Möbelhersteller Thonet ist eine Ikone. Und doch geriet die Firma, die den Kaffeehausstuhl erfand, nach der Jahrtausendwende in die Krise. Vor zwei Jahren holte sich die Familie einen Investor – auf Zeit. Es war ein Deal, der in der Branche für Aufsehen sorgte: Investor kauft Ikone. Insgesamt 8 Mio. Euro hat die Beteiligungsgesellschaft Afinum bis heute in Thonet investiert in einer Kombination aus Eigenkapitalerhöhung und Gesellschafterdarlehen, womit Afinum die Mehrheit hält. 

Thonets Firmensitz liegt in Frankenberg, einem hessischen Städtchen nördlich von Marburg, mit zehntürmigem Rathaus und einer stolzen, gotischen Kirche, die auf einem Berg über den Fachwerkhäusern thront. Eine einsame, schöne Gegend mit Dörfern, in denen es oft noch zwei Fleischer gibt und das Wirtshaus noch Wirtshaus heißt. Das Gelände ist unscheinbar, wirkt seltsam getrennt in drei Teile: vorne neben dem Firmenmuseum das alte Wohnhaus der Familie. Dahinter, still und abgestorben, das Gelände des Stammwerks, das 2011 geschlossen wurde, ein Flachbau aus den Fünfzigern, von dem die weiße Farbe blättert. Und hinter Bahngleisen, voll in Betrieb, Werk II. 

In unserem Video geht es nicht nur um die ruhmreiche Vergangenheit, sondern auch um den Versuch die Firma fit für die Zukunft zu machen.

Die ganze Geschichte über Thonet lesen Sie in der aktuellen Capital. Hier können Sie sich die iPad-Ausgabe herunterladen. Hier geht es zum Abo-Shop, wenn Sie die Print-Ausgabe bestellen möchten.

Foto: Michael Hudler