Start-ups N26 kämpft weiter mit Mitarbeiter-Abwanderung

N26 hat insgesamt mehr als 1.500 Mitarbeiter.
N26 hat insgesamt mehr als 1.500 Mitarbeiter.
© PR
Seit Jahren muss sich die Neobank N26 mit einer hohen Fluktuation seiner Mitarbeiter auseinandersetzen. Im Branchenvergleich verlassen überdurchschnittlich viele Angestellte das Unternehmen, wie eine Recherche zeigt

Nicht nur in der Führungsebene von N26 gab es in den vergangenen Jahren zahlreiche Abgänge . Die durchschnittliche jährliche Personalfluktuation – also die Anzahl der Mitarbeiter, die im Verhältnis zu den Neueinstellungen gehen – soll zwischen 2020 und 2021 bei 40 bis 50 Prozent gelegen haben. Das berichtet das britische Start-up-Magazin Sifted unter Berufung auf zwei Personen, die der Personalabteilung von N26 nahe stehen.

Bei anderen Berliner Start-ups hingegen liege die Zahl eher bei 20 Prozent, sagt ein Personaler. Darüber hinaus ergab eine Studie von Founders Circle, dass wachstumsstarke Start-ups im Allgemeinen eine Fluktuationsrate von 25 Prozent aufweisen, was doppelt so hoch ist wie der Durchschnitt von 13 Prozent in der Tech-Branche. „Wenn das Unternehmen jeden Monat zehn Mitarbeiter einstellt, ist es wahrscheinlich, dass vier oder fünf von ihnen wieder gehen“, wird eine der Personen zitiert, die an den Einstellungen bei N26 beteiligt war. „Das ist nichts, worauf man ein Unternehmen aufbauen kann; die Leute wechseln so schnell.“

Im Frühjahr hatte Finance Forward berichtet, dass die N26-Belegschaft seit Beginn der Coronakrise nicht weiter gewachsen, sondern sogar um mindestens 300 Mitarbeiter geschrumpft ist. Viele von ihnen sind offenbar zu konkurrierenden Fintechs gewechselt. Berlin ist nicht nur für deutsche Fintechs ein wichtiger Standort, auch internationale Neobanken wie Nubank, Revolut oder Klar haben in den vergangenen Monaten Tech-Hubs eröffnet – sie bemühen sich um die Fintech-Talente.

N26 sieht sich auf einem guten Weg

Das Unternehmen selbst gibt zu, dass die Mitarbeiterfluktuation in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres in der Tat „höher war, als uns lieb ist“, aber seitdem sei sie deutlich zurückgegangen. Die Kündigungsrate im letzten Quartal 2021 habe bei weniger als 25 Prozent des Wertes des ersten Quartals betragen. Es arbeite nun mit den 2020 gewählten Betriebsräten zusammen, um beispielsweise Mitarbeiterbeteiligungen zu verbessern und neue Richtlinien für die Homeoffice-Möglichkeiten einzuführen.

Die komplette Geschichte lest ihr heute bei unseren Kollegen von Sifted.


Mehr zum Thema



Neueste Artikel