Start-upsDeutsche Fintechs entdecken Influencer-Marketing – kann das gut gehen?

TikTok-Star Charli d'Amelio wirbt für eine Neobank. Jetzt hat sie auch investiertPR

Für gewöhnlich bekam Step immerhin ein paar Tausend Likes für seine Instagram-Posts. So richtig klappen wollte es mit dem Marketing allerdings nicht. Bei der amerikanischen Smartphone-Bank, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, blieb es bei dem Grundrauschen in den sozialen Netzwerken.

Seit kurzem ist alles anders. Das Fintech konnte die 16-jährige Charli D’Amelio von sich überzeugen: Die US-Amerikanerin ist ein Star der Zielgruppe, auf Tiktok war sie die erste Nutzerin mit mehr als 100 Millionen Abonnenten – und auf Instagram sind es immerhin 34 Millionen. Über den Account von D’Amelio explodierten die Likes für Step. Aus 4000 Likes wurden 3,2 Millionen.

Während die Werbung mit Stars aus den sozialen Netzwerken beispielsweise in der Mode- oder Fitness-Branche seit einigen Jahren üblich ist, waren Fintech-Unternehmen in der Vergangenheit bislang eher zurückhaltend. Vor allem in Deutschland gab es wenig bekannte Werbekooperationen. Die Finanz-Start-ups hierzulande setzen eher auf Online-Marketing. Facebook, Google und TV-Spots. Sogar Plakatwerbung gehört zur Marketing-Strategie. „Wenn die digitale N26 dann doch analoge Werbung macht“, kommentierte ein Twitter-Nutzer 2018 belustigt. Und die Zinsplattform Weltsparen holte sich lieber ein altbekanntes Gesicht: Sie engagierte vor einigen Jahren den Tatort-Kommissar Miroslav Nemec.

Das mag auch daran liegen, dass das Durchschnittsalter bei vielen Finanz-Start-ups erstaunlich hoch liegt. Meist zwischen 30 und 50. Doch zunehmend versuchen die Fintechs, nun auch eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Die Anlage-Start-ups Rubarb und Financery kooperieren beispielsweise mit Influencern, Deinestudienfinanzierung will erste Tests anstoßen und auch Deutschlands wichtigstes Fintech, die Smartphone-Bank N26, wirbt nun mit Influencern. Schnell stellt sich die entscheidende Frage: Hat die Branche einen Trend verschlafen – oder funktioniert der Werbeweg für Finanzprodukte einfach nicht?

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