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US-Urteil zu Abtreibung 11 Firmen, die Frauen jetzt beim Schwangerschaftsabbruch helfen

Der Supreme Court hat das historische Urteil Roe vs. Wade aufgehoben. Viele Firmen unterstützen Mitarbeiterinnen nun finanziell bei Schwangerschaftsabbrüchen
Der Supreme Court hat das historische Urteil Roe vs. Wade aufgehoben. Viele Firmen unterstützen Mitarbeiterinnen nun finanziell bei Schwangerschaftsabbrüchen
© IMAGO / ZUMA Wire
Weil der Supreme Court in den USA das Recht auf Abtreibungen einschränkt, haben viele Frauen künftig einen weiten Weg bis zur Klinik. Einige Unternehmen wollen sich an den Kosten beteiligen: Sie übernehmen die Reisekosten

Rund ein Dutzend große Unternehmen in den USA unterstützen Frauen künftig bei Schwangerschaftsabbrüchen. Sie wollen die Reisekosten für Mitarbeiterinnen übernehmen, die an ihrem Wohnort den Eingriff wegen der verschärften Regelungen nicht durchführen lassen können.

Vergangene Woche hatte der Oberste Gerichtshof das Recht auf Abtreibung gekippt und das Urteil Roe vs. Wade aufgehoben. Daraufhin verschärften Bundesstaaten wie Missouri umgehend ihre Gesetz. Der Abbruch einer Schwangerschaft ist dort nun verboten. Insgesamt wird wohl rund die Hälfte der 50 Staaten den Zugang zu der medizinischen Leistung einschränken. Für Betroffene heißt das, dass sie künftig sehr weite Wege zurücklegen müssen, um den Eingriff überhaupt durchführen zu lassen.

Tech-Konzerne, Banken, Onlinehändler

Der Supreme Court hatte mit einem Grundsatzurteil im Jahr 1973 in den gesamten USA Schwangerschaftsabbrüche erlaubt. Fast 50 Jahre später sollen nun wieder die einzelnen US-Staaten entscheiden, ob Abtreibungen legal oder illegal sind. Der äußerst konservativ besetzte Supreme Court begründete das damit, dass „die Verfassung kein Recht auf Abtreibung gewähre“. Drei der acht Richter des Supreme Courts stimmten jedoch gegen die Entscheidung und bedauerten, dass junge Frauen nun mit weniger Rechten aufwachsen würden als ihre Mütter und Großmütter.

Das sehen einige US-Unternehmen ähnlich und reagierten schnell auf das Urteil. In schriftlichen Pressestatements und E-Mails an die Mitarbeitenden stellten sie klar, ihre Angestellten in Zukunft finanziell dabei zu unterstützen, wenn sie in einen anderen US-Staat reisen müssen, um einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen. Darunter sind Tech-Konzerne aber auch Banken und große Online-Versandhändler.

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