WochenrückblickAllianz beglückt Aktionäre

Allianz: Höhere Dividende

Allianz
Der Allianz-Konzern beteiligt seine Aktionäre am wirtschaftlichen Erfolg – Getty Images

Der deutsche Versicherungskonzern hat ein Herz für seine Aktionäre. Wegen der guten Jahreszahlen steigt die Dividende gegenüber dem Vorjahr um 30 Cent auf 7,60 Euro je Anteilsschein. Das ist mehr als von den meisten Experten erwartet. Leisten kann sich die Allianz diese Aktionärsbeglückung allemal, denn der Jahresüberschuss stieg gegenüber 2015 um vier Prozent auf 6,9 Mrd. Euro. Der Konzern ist profitabler geworden, denn die Einnahmen schrumpften um 2 Mrd. Euro auf 122,4 Mrd. Euro.

An der Börse kamen die Zahlen sehr gut an: Die Allianz-Aktie war am Freitag der große Gewinner im Dax und lag mehr als 2,5 Prozent im Plus.

Allianz Aktie

Allianz Aktie Chart
Kursanbieter: L&S RT

Im Sinne der Aktionäre ist auch das Aktienrückkaufprogramm, das der Konzern ankündigte. Innerhalb der kommenden zwölf Monate will die Allianz Anteilsscheine im Umfang von bis zu 3 Mrd. Euro zurückkaufen. Das Geld war eigentlich für Übernahmen bestimmt, weil daraus aber nichts wurde, kauft das Unternehmen eigene Aktien. Das ist ganz im Sinne der Aktionäre, denn dadurch steigt die Dividende je Anteilsschein.

Peugeot Citroen greift nach Opel

Opel-Logo und Peugeot-Löwe
Passen sie zusammen? Peugeot Citroen will Opel übernehmen – Getty Images

Das Schicksal des Rüsselsheimer Autobauers war schon immer ein Politikum. Bereits 2009, als GM über einen Verkauf an den kanadischen Zulieferer Magna verhandelte, mischten Politiker kräftig mit. Jetzt ist es nicht anders: Das Kanzleramt und gleich drei Bundesministerien befassen sich mit dem möglichen Verkauf Opels an PSA Peugeot Citroen. Es gehe darum, die drei deutschen Standorte und die Arbeitsplätze dort zu erhalten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Kanzleramt, Verkehrsminister Alexander Dobrindt, Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries und Arbeitsministerin Andrea Nahles sollen nun mit der französischen Regierung über den Fall sprechen. Matthias Machnig, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, fungiert als Ansprechpartner für die beteiligten Unternehmen und die Arbeitnehmervertreter. Damit ist die Regierung nun mit im Boot. Zypries hatte sich noch am Dienstag massiv darüber beschwert, dass GM und PSA Betriebsrat, IG Metall sowie Landes- und Bundesregierung nicht über ihre Pläne informiert hätten.

Inzwischen war GM-Chefin Mary Barra in Rüsselsheim, um ihre Pläne zu erläutern. Und PSA-Chef Carlos Tavares soll an einem Treffen mit der Bundesregierung interessiert sein. Für die Franzosen stellt sich die Frage, wie sie Opel in ihr Markenportfolio integrieren. Peugeot, Citroen und Opel bedienen eine vergleichbare Kundschaft, allerdings verfügt der französische Autobauer in Deutschland und Großbritannien nicht über so große Marktanteile wie Opel und die britische Marke Vauxhall. Hier könnte ein Zusammenschluss durchaus Sinn ergeben.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann soll vorgeschlagen haben, Opel in einen E-Auto-Anbieter umzuwandeln. Ab 2030 sollten bei Opel nur noch Elektroautos vom Band rollen. Im Frühjahr kommt hierzulande der Ampera-e auf den Markt, ein Kleinwagen mit Elektromotor und einer Reichweite von etwas mehr als 500 Kilometern. Hergestellt wird das Fahrzeug allerdings in den USA.

Samsung-Chef verhaftet

Der Korruptionsskandal um Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye bleibt nicht auf die Politik beschränkt. Am Freitag wurde der amtierende Samsung-Chef Jay Y. Lee verhaftet. Lee soll umgerechnet 34 Mio. Euro Schmiergeld an eine Organisation bezahlt haben, hinter der die Freundin der Präsidentin Choi Soon Sil steht. Mit dem Geld habe sich Lee das Ja eines staatlichen Pensionsfonds zu einem Unternehmenszusammenschluss innerhalb der Samsung-Gruppe erkaufen wollen. Lee bestreitet die Vorwürfe.

Durch die Inhaftierung entsteht an der Samsung-Spitze ein Führungsvakuum, das die Umstrukturierung des Konzerns erschweren könnte. Auch strategische Entscheidungen über künftige Investitionen und Zukäufe dürften nun schwieriger zu treffen sein. Lee ist ein Enkel des Samsung-Gründers. Seit einem Herzinfarkt seines Vaters Lee Kun-hee 2014 galt sein Sohn als designierter Kronprinz.

Die Staatsanwaltschaft hat nun zehn Tage Zeit, um über eine Anklageerhebung zu entscheiden. Wird er angeklagt, sollte innerhalb von drei Monaten ein Urteil gefällt werden, schreibt die Financial Times. Das Unternehmen habe noch nicht entschieden, ob es gegen die Verhaftung vorgehe oder möglicherweise einen Kautionsantrag stelle, erklärte eine Sprecherin.

Trumps Auftritt vor der Presse

Wer nicht genug von US-Präsident Donald Trump kriegen kann, wurde in dieser Woche mal wieder mit einem denkwürdigen Presseauftritt bedient. Fast 80 Minuten lang lobte sich der Mann im Weißen Haus selbst und beschimpfte die anwesenden Pressevertreter. Die BBC hat eine Art „Best of“ des Auftritts zusammengeschnitten, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen: