Arbeit8 Tricks, um den Arbeitsweg produktiver zu nutzen

Symbolbild: Pendler in der U-Bahn
Symbolbild: Pendler in der U-BahnViktor Forgacs via Unsplash

Jeden Morgen das Gleiche: Ihre Bahn hat Verspätung. Und wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, dann gibt es schon wieder Stau. Das kennen 60 Prozent der Deutschen. So viele pendeln nämlich durchschnittlich jeden Tag zur Arbeit. Und das kann ganz schön anstrengend sein. Immer wieder zeigen Studien, dass Pendler ein erhöhtes Risiko haben, psychisch zu erkranken. Denn wer den Bus noch schnell erwischen muss oder die überfüllte Bahn, der schüttet Stresshormone aus.

Wem das häufiger passiert, der kann zum Beispiel eher an einer Depression erkranken. Logisch, wer mehr Zeit damit verbringt, seinen Arbeitsweg zu planen, als mit der Familie zu frühstücken oder in Ruhe die ersten Mails im Büro zu beantworten, der ist wesentlich häufiger genervt als der Kollege, der bloß zehn Minuten durch sein Viertel zur Arbeit läuft. Mit diesen acht Tipps gelingt es Ihnen dennoch, die Pendlerzeit sinnvoll zu nutzen:

#1: Den Tag planen

Gehen Sie im Kopf Ihren Tag durch. Welche Termine stehen heute an? Was ist besonders wichtig? Müssen Sie noch an private Verpflichtungen denken? Ein Geburtstaggeschenk besorgen? Das Kind vom Fußball abholen? Die 30 Minuten in der Bahn sind der perfekte Ruhepol, ehe der Tag so richtig beginnt.

#2: Das Rad nehmen

Abends haben Sie sowieso keine Zeit zum Joggen – Sie sitzen ja noch in der Bahn oder hinterm Steuer – und morgens schaffen Sie es auch nicht, immerhin muss die Rush Hour eingeplant werden. Deswegen lohnt es sich, den Weg zur Arbeit mit dem Rad zurückzulegen, zumindest jeden zweiten Tag und wenn die Sonne scheint. Dann haben Sie nämlich auch gleich Sport getrieben.

#3: Sich weiterbilden

Eine neue Sprache lernen oder eine Arbeitstechnik, vielleicht wollten Sie schon immer Ihre Excel-Fähigkeiten verbessern oder endlich mal Karl Marx’ Evergreen „Das Kapital“ lesen: Die Zeit in Bahn oder im Bus können Sie als private Fortbildungszeit nutzen. Klar, wenn Sie den Weg zur Arbeit hinterm Steuer verbringen, können Sie auf Ihrem Schoß keinen Laptop balancieren oder mit dem Smartphone hantieren – zumindest sollten Sie das lieber nicht tun – aber ehe sie stoisch aus dem Fenster des ICEs starren und darüber grübeln, wie viel Zeit Sie gerade verschwenden, werden Sie lieber aktiv. Dann schütten Sie auch keine Stresshormone aus.

#4: Lesen

Wenn Sie den Computer nicht aufklappen können, vielleicht weil Sie im Wagen sitzen oder Ihnen Tipp 3 sowieso nicht einleuchten will, dann lassen Sie das mit den Excel-Skills. Und lesen stattdessen endlich mal wieder ein Buch. Wer richtig lange in der Bahn sitzt, der kann sich ja einen Jahrhundertroman vornehmen, Nino Haratischwilis „Das achte Leben (Für Brilka)“ zum Beispiel. Das hat 1280 Seiten. Nebenbei bildet man sich auch noch fort. Oder wie viel wissen Sie über die Geschichte Georgiens?

#5: Podcasts hören

Wer im Auto zur Arbeit pendelt, kann natürlich auch nicht lesen. Und wem abends nach acht Stunden auf den Bildschirm starren die Augen brennen, der hat auch keine Lust mehr auf einen Roman. Klar. Deshalb können Sie die Zeit auch mit einem Podcast nutzen. Egal, ob Wissensvermittlung („Eine Stunde History“ vom Deutschlandfunk) oder gute Interviews (Bettina Rusts Gespräche mit Prominenten „Hörbar Rust“), ob besser Englisch verstehen („6 Minute English“ vom BBC) oder lachen (Jan Böhmermanns und Olli Schulz „Fest&Flauschig“), mit einem Podcast auf den Ohren verfliegt die Zeit eindeutig schneller.

#6: Arbeiten

Endlich mal wieder ungestört Mails beantworten oder die Präsentation vorbereiten, ohne dass ein Kollege mit etwas Wichtigem ins Büro platzt. Oder im Großraumbüro so laut telefoniert, dass man die eigenen Gedanken nicht mehr hört. Genau, das klappt auf dem Weg zur Arbeit, in der Bahn.

#7: Einen Liebesbrief schreiben

Klar, da haben Sie beim Lesen erstmal die Augenbrauen hoch gezogen. Aber wann haben Sie ihrem Mann oder Ihrer Frau zum letzten Mal ein paar Zeilen geschrieben? Dafür bleibt doch meistens keine Zeit, gerade Sie als Pendler wissen das. Deswegen können Sie die Zeit in Bus, Bahn oder im Stau dazu nutzen, den Partner mal wieder wissen zu lassen, dass es für Sie nicht nur die Arbeit gibt. Oder den Weg dahin.

#8: Nichtstun

Und weil man dafür als Pendler ja noch weniger Zeit hat als der Kollege mit dem kurzen Weg zur Arbeit, erklärt sich dieser Tipp fast von selbst. Schließen Sie einfach die Augen, denken Sie an nichts, lassen Sie mal locker. Wem das nicht gelingt, der kann sich einen Meditations-Podcast auf die Ohren holen, zum Beispiel von Rapper und Coach Curse „Meditation, Coaching & Life“. Dann müssen Sie sich wegen der Stresshormone auch keine Gedanken mehr machen.