Beste Arbeitgeberrbb: Pionier in Sachen Geschlechtergerechtigkeit

Das rbb-Sendezentrum in Berlin
Das rbb-Sendezentrum in Berlinimago images / POP-EYE

Vieles musste neusortiert werden nach der Wiedervereinigung, das galt auch für die lokale Rundfunklandschaft. Denn in Berlin und Brandenburg ging es auch um die gemeinsame Zukunft der Medienberichterstattung.

Da war zum einen der liberale west-berliner Sender Freies Berlin (SFB), zum anderen der Ostdeutsche Rundfunk Brandenburg (ORB). In den 1990er Jahren kooperierten die beiden Sender zwar bereits – zum Beispiel für die gemeinsame Jugendwelle Fritz oder das „Tagesbegleitprogramm für junge Leute ab 25“, Radioeins.

Erst 2001 fanden erste informelle Sondierungsgespräche zu einer möglichen Fusion der beiden Sender statt. Als es ernster wird, werden alle gewillten Berliner und Brandenburger in einem Ideenwettbewerb an der Namensfindung beteiligt und am 1. Mai 2003 schließlich der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) geboren. Wieder einmal schreibt die Hauptstadtregion Geschichte – Rundfunkgeschichte in diesem Fall: Mit Dagmar Reim als Intendantin steht zum ersten Mal eine Frau an der Spitze einer öffentlichen Rundfunkanstalt.

An der Vorbildrolle festhalten

Als gemeinsame Landesrundfunkanstalt der Länder Berlin und Brandenburg ist der rbb Teil der ARD und damit unabhängig, überparteilich und staatsfern. Er wird überwiegend durch Rundfunkbeiträge finanziert und ist innerhalb der ARD zum Beispiel zuständig für das Hauptstadtstudio.

Der rbb ist beteiligt sich an Unternehmen wie der Rundfunk-Orchester und -Chöre gGmbH Berlin, der media sales & services GmbH oder der ARTE Deutschland TV GmbH und hat in Berlin und Potsdam rund 2000 festangestellte Mitarbeiter. An der ursprünglichen Vorbildrolle in Sachen Geschlechtergerechtigkeit hielt der Sender als Arbeitgeber fest: Der Anteil von Frauen und Männern in Führungspositionen ist in etwa 50:50.


Für das Ranking „Attraktivste Arbeitgeber der Stadt“ hat Statista 3200 Arbeitgeber aus 25 Städten ausgewählt – und die Arbeitnehmer vor Ort abstimmen lassen. Rund 13.600 Arbeitnehmer, die entweder in den jeweiligen Städten oder in einem Umkreis von 25 Kilometern wohnen, haben im März 2020 an der Befragung teilgenommen. Sie bewerteten dabei nicht nur ihren eigenen Arbeitgeber, sondern konnten auch Bewertungen für andere lokale Firmen abgeben. Die Befragten beurteilten auch, ob Unternehmen am Standort sowohl wirtschaftlich als auch für gemeinnützige Zwecke aktiv sind – und ob sie gegenüber den eigenen Mitarbeitern und Geschäftspartnern sozial verantwortlich handeln. Die kompletten Ergebnisse finden Sie hier.