PodcastHolger Hetzel - der Pferde-Millionär

Holger Hetzel, Turnierreiter, Pferdetrainer und PferdehändlerAlesya Safe/PR

Holger Hetzel machte sein Hobby zum Beruf. Der erfolgreiche Springreiter bildet junge Pferde aus, stellt sie auf Turnieren vor und verkauft sie. Zum Reiten hat ihn sein Onkel gebracht: „Er hat mich auf das Pony gesetzt und mich im hiesigen Reiterverein zur Reitstunde angemeldet.“ Mit neun Jahren hat Hetzel die ersten Turniere gewonnen.

Nach dem Abitur begann Hetzel eine Lehre zum Pferdewirt. „Damals war das so, dass die Pferdebranche noch nicht so einen guten Ruf hatte wie heute. Deswegen habe ich anschließend noch BWL studiert,“ erzählt er. „Mein Bestreben war immer, dieses Wissen, diese Erkenntnisse mit meinem Sport zu verbinden.“ Von seinen Eltern bekam Hetzel ein Startkapital von 4500 D-Mark, um sich das erste Pferd kaufen zu können: „Ich habe Stückchen für Stückchen ein Geschäft daraus entwickelt. Gekauft, verkauft und habe mir so das Geschäft selber aufgebaut.“

Heute würde eine solche Summe nicht mehr ausreichen. Auf Pferdeauktionen kostet ein Pferd im Schnitt 200.000 Euro. Bei Hetzel im Stall stehen sogar Tiere, die bist zu 1 Mio. Euro kosten. „Das kann man sich gar nicht vorstellen. Ich hätte es mir auch nie vorstellen können“, gesteht Hetzel. Er habe seine erste Million nicht durch die Reitturniere verdient, sondern durch den Verkauf von Pferden. Das Geschäftsmodell hat er immer weiter ausgebaut. „Ich mache mittlerweile auch Ratenzahlung und Leasing.“ Um in eines seiner Pferde investieren zu können, gilt: „30.000 Euro Minimum.“

Dass Pferdesport ein Sport für Reiche ist, gibt Hetzel ganz offen zu. Zu seinen Kundinnen gehören beispielsweise Jennifer Gates und die jordanische Prinzessin Haja. „Die Pferde haben diese Verbindung geschaffen. Ich wäre in ganz vielen Ländern auf dieser Welt nicht gewesen, wenn es nicht nicht die Pferde gegeben hätte.“

Sport hatte nie Vorrang

Unternehmerische Einbrüche gab es nicht. „Ich habe immer versucht den Sport zu machen, aber der geschäftliche Aspekt war für mich immer vorrangig. Ich habe den Sport nie über etwas anderes gestellt. Damit bin ich auch ganz gut gefahren.“ Als Sportler verdiene man nicht gut genug. „Dann kommt man irgendwann am Ende der Karriere in ein Loch. Ich habe das andersherum gemacht“, so Hetzel. Einzig sein Hörsturz warf ihn 1995 aus der Bahn. Er erinnert sich an die „bittere, böse Zeit“, in der er nur gelegen habe. Mit den beiden Anlagen, die er damals hatte, wurde es ihm kurzzeitig zu viel.

Bei Springturnieren ist Holger Hetzel stets präsent. Er sieht es als Investition in sein Geschäft: neue Kollegen, neue Kunden. Trotz seiner sachlichen, rationalen Art gibt es dennoch etwas, was Hetzel emotional berührt. Was das ist, erzählt er in der neuen Folge von „Meine erste Million“.


Unsere Interviewserie „Meine erste Million“ gibt es mittlerweile auch als Podcast. Er erscheint ab dem 19. August jede Woche mittwochs bei Audible. Die gesamte Staffel mit 24 Folgen kostet 9,95 Euro. Für Audible-Abonnenten ist sie kostenlos. Gäste der ersten Folgen sind:

Hören Sie hier den Trailer zum Podcast: