PodcastMichael Käfer: „Es ist auf alle Fälle besser, Geld zu haben als keins“

Michael Käfer, Münchner Promi-Wirt und Feinkosthändlerimago images / Zeppo

„Ich wäre einmal fast Millionär geworden, ganz jung“, erzählt Michael Käfer im Gespräch mit der Autorin Ronja von Rönne. „Das war auch so ein Fehler, den ich machte.“ Auf einer Kunstmesse kaufte er ein Bild, dass heute Millionen wert ist. „Dann habe ich es zurückgegeben“, sagt Käfer. Es sei für seine Wohnung zu groß gewesen.

Michael Käfer eröffnete mit 26 Jahren das P1 in München, die berüchtigste Disco Deutschlands in den 80er- und 90er-Jahren. Als Mittdreißiger kaufte er seinem Vater und seinem Onkel den Feinkosthandel, den Partyservice und die Gastronomie ab.

Käfer hat schon als 14-Jähriger „volle Pulle“ im Familienunternehmen mitgearbeitet, um seinen Vater zu beeindrucken. „Zum Schluss war das eine gute Ausbildung“, erinnert er sich. Das brachte ihm auch einen entscheidenden Vorteil auf dem Weg in die Geschäftswelt. „Ich habe durch die Ausbildung ein paar Leute kennengelernt. Ich bin später zu einer Brauerei gegangen und habe gesagt, ich brauche ein Darlehen. Sie haben mir ein Darlehen gegeben, eben weil sie mich kannten.“

„Wenn du ein wirklich guter Unternehmer bist – das ist der Familienunternehmer – lässt du das Geld im Unternehmen und entwickelst es mit diesem weiter“

Michael Käfer

Nach dem BWL-Studium übernahm Käfer das P1. Doch Leuten, die meinen, dass dies die beste Zeit seines Lebens gewesen sei, entgegnet der Familienunternehmer: „Ich war damals schon geprägt von meiner Familie. Wir müssen alles tun, dass der Laden perfekt hergerichtet ist. Man ist dann nicht so der Typ, der feiert.“

Bei der Frage nach der ersten Million muss Käfer überlegen. „Es gab einen Moment: Mein P1 könnte ich jetzt theoretisch für eine Million Mark verkaufen, vielleicht war ich in dem Moment das erste Mal Millionär“, erzählt er. Es sei zwar richtig, dass man eine Million auf dem Konto habe, allerdings auf dem Firmenkonto.

„Ich fühle mich nicht als Millionär“, sagt Käfer. Das Geld liege eben nicht auf der Bank, „sondern das Vermögen steckt in der Firma.“ Und das sei auch gut so. „Wenn du ein wirklich guter Unternehmer bist – das ist der Familienunternehmer – lässt du das Geld im Unternehmen und entwickelst es mit diesem weiter.“

Ausruhen will sich Käfer auf den Erfolgen nicht, er habe auch einige Chancen verpasst. „Das Unternehmen könnte heute weiter sein als es ist“, sagt er. Auf die Frage, ob das weh tue, antwortet Käfer: „Nur im Ehrgeiz, sonst nicht.“ Ehrgeiz ist für Käfer essentiell für den Erfolg. Welche weiteren Voraussetzungen es zum erfolgreichen Unternehmertum braucht, verrät er Ronja von Rönne in der neuen Folge von „Meine erste Million“.

 


Unsere Interviewserie „Meine erste Million“ gibt es mittlerweile auch als Podcast. Er erscheint ab dem 19. August jede Woche mittwochs bei Audible. Die gesamte Staffel mit 24 Folgen kostet 9,95 Euro. Für Audible-Abonnenten ist sie kostenlos. Gäste der ersten Folgen sind:

Hören Sie hier den Trailer zum Podcast: