Erfolg3 einfache Tipps um produktiver zu werden

Symbolbild: Frau am Laptop
Symbolbild: Frau am Laptopdpa

In der Steinzeit waren Ablenkungen gern mal lebensbedrohlich. Damals zahlte es sich aus, das Rascheln im Gebüsch nicht zu ignorieren. Hungrige Raubtiere sind am modernen Arbeitsplatz zwar nicht mehr zu finden. Unser Gehirn hat diesen Evolutionssprung aber noch nicht mitgemacht. Wir sind von Natur aus darauf getrimmt, neue Reize eintöniger Arbeit vorzuziehen. Im Kampf gegen die ständige Ablenkung ist eine gute Strategie das A und O, findet Produktivitätsexperte Chris Bailey.

Der Autor des Ratgebers „The Productivity Project“ hat in der „Harvard Business Review“ diese drei Tipps für mehr Konzentration bei der Arbeit formuliert.

Tipp #1: Hauptaufgaben definieren

Manchmal sieht man die Arbeit vor lauter Aufgaben nicht. Bailey rät, morgens immer erst diese Frage zu beantworten: Welche drei Dinge möchte ich bis zum Ende des Tages erledigen? Der Experte ist Fan des Trios. Die Zahl sei überschaubar und strapaziere die Aufmerksamkeitsspanne nicht übermäßig. Alle untergeordneten Tätigkeiten kommen auf eine separate To-do-Liste. Sie werden erst angegangen, wenn die drei Hauptaufgaben erledigt sind. Diese Strategie sorgt laut Bailey für Klarheit und verleiht dem Arbeitstag Struktur.

Tipp #2: Mehr und härter arbeiten

Dieser Ratschlag klingt zunächst kontraproduktiv. Geht es nicht darum, die Arbeitslast zu verringern? Nicht unbedingt, stellt Bailey klar. Ablenkung könne nämlich ein Zeichen dafür sein, dass man in Wahrheit unterfordert und nicht ausgelastet ist. Die freie Zeit werde dann unweigerlich mit unproduktiven Nebentätigkeiten gefüllt. Wer kann, sollte sich in diesem Fall interessantere und anspruchsvollere Aufgaben zutrauen. Die Konzentration kommt dann womöglich ganz von selbst.

Tipp #3: Künstliche Deadlines

Freiheit und Unverbindlichkeit sind zwei der größten Feinde konzentrierten Arbeitens. Ob Uni-Abschlussprüfung oder wichtige Präsentation bei der Arbeit: In den Tagen oder Stunden vor einer Deadline sind wir oft zu ungeahnten Produktivitätsschüben fähig. Diesen (gesunden) psychologischen Druck kann man laut Bailey auch in der täglichen Arbeit aufbauen. Sie müssen heute eine bestimmte Aufgabe erledigen? Setzen Sie sich selbst ein Zeitlimit, bespielsweise 50 Minuten. Nach dieser Phase höchster Konzentration gibt es eine Belohnung – zum Beispiel zehn Minuten Ablenkung am Handy oder ein Schwatz in der Büroküche. Dann ist das Hirn bereit für den nächsten Konzentrationsschub.