Meine erste MillionMariana Bozesan: „Es war plötzlich mehr Geld da, als wir brauchten“

Dr. Mariana BozesanPR

Mehr Kapital für junge, kreative Start-ups: Das ist das Credo der Investorin Mariana Bozesan. Sie steckt ihr Geld in Firmen, die sich den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN verschrieben haben. People, Planet, Profit sind die Prinzipien ihrer Investmentstrategie, die sie mit ihrer AQAL AG umsetzt.

Vorgezeichnet war ihre Karriere nicht. Sie sei in Rumänien in „bitterarmen“ Verhältnissen aufgewachsen, sagt Bozesan im Podcast „Meine erste Million“. „Ich bin sehr oft hungrig zur Schule gegangen.“ Davon ließ sich die Investorin jedoch nicht aufhalten. Später in Deutschland wollte sie nach der Schule zunächst Mathematik studieren, entschied sich dann aber für Informatik. Das Schicksal habe sie dorthin geschickt. „Ich glaube, wenn man offen ist, dann wird man geführt“, sagt sie. Bozesan ist Diplom-Informatikerin und hat einen Doktortitel in Psychologie.

Nach einem Austauschprogramm im Silicon Valley kehrte Bozesan mit ihrem späteren Ehemann zurück nach Deutschland und wollte ein Unternehmen bei dessen Internetpräsenz unterstützen. „Diese exponentiell wachsende Technologie wird jetzt der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Wir wussten: Jetzt müssen wir diese Welle reiten.“ Doch nach kurzer Zeit stellte sie fest, dass kaum jemand vom Internet gehört hatte, das damals noch in den Kinderschuhen steckte. Internetzugänge waren rar. Der Durchbruch gelang mit dem ersten Internetservice-Provider in Deutschland. Die Cybernet AG ging 1997 an die Börse und Bozesan kaufte Aktien des Unternehmens, dass von ihrem Mann geführt wurde.

Geld sei lediglich Tauschmittel

Für Bozesan spielt Geld zwar eine wichtige Rolle, doch sie hat auch ein nüchternes Verhältnis zu ihm. „Man redet nicht über Geld“, kritisiert die Investorin. Dadurch habe man Geld eine „gottgleichen Präsenz angedichtet, anstatt es als Tauschmittel zu sehen“. Mehr sei es nicht, deshalb erzählt Bozesan gerne von dem Moment, als die erste Million auf dem Konto war. „Ich kann mich ganz genau daran erinnern.“ Es sei der Punkt gewesen, an dem „wir quasi aus der Armut gekommen sind, wo plötzlich mehr Geld da war, als wir wirklich brauchten und das glaubt man im ersten Moment nicht.“

Wieso ihre Beziehung ohne die verdiente Million gescheitert wäre und wie Mariana Bozesan das Klimaproblem angehen will, erzählt sie Ronja von Rönne in der neunten Folge von „Meine erste Million“.


Die legendäre Capital-Interviewserie „Meine erste Million“ gibt es mittlerweile auch als Podcast. Die zweite Staffel erscheint seit dem 20. April wöchentlich am Dienstag. Die gesamte Staffel mit 12 Folgen kostet 9,95 Euro. Für Audible-Abonnenten ist sie kostenlos. Auf Capital+ können Sie sich die einzelnen Folgen ebenfalls kostenlos anhören. Gäste der neuen Staffel sind unter anderem Harald Christ, Claudia Obert, Hamid Djadda, die Beltracchis, Madame Moneypenny und Benjamin von Stuckrad-Barre.

Hören Sie hier den Trailer zum Podcast: