BerufslebenDas sind die häufigsten Ursachen für Stress im Job

Die häufigsten Ursachen für Stress im Job
Stress ist im Job häufig ein Tabuthema.

Stress wirkt sich bei der Mehrheit der Angestellten in Deutschland auf die Arbeit aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung des Marktforschungsinstituts Yougov im Auftrag des Berufsnetzwerks Linkedin. Dafür wurden den Angaben zufolge im März 2019 online 1056 Berufstätige mit fester Anstellung befragt. Demnach spürten 82 Prozent der Teilnehmer die Folgen von Stress am Arbeitsplatz, insbesondere in Form von Anspannung und Unruhe. 40 Prozent der Betroffenen litten unter Schlafstörungen.

Vor allem Frauen beklagten laut der Umfrage negative Auswirkungen der Arbeit auf die Psyche. Bei jeder Fünften löste bereits der Gedanke an den Job Unwohlsein aus. Das war nur bei etwa jedem siebten Mann, also 14 Prozent, der Fall. Eine Erklärung geht weiter über die normale Arbeitsbelastung hinaus. Frauen gaben fast 50 Prozent häufiger an, bei der Arbeit gemobbt oder diskriminiert zu werden.

Stress ist häufig Tabu

Beim Kampf gegen den Stress sind viele Angestellte auf sich allein gestellt. Nur jeder Dritte, das macht insgesamt 34 Prozent, hat der Erhebung zufolge das Gefühl, offen mit Kollegen über mentales Wohlbefinden sprechen zu können. Mit dem Arbeitgeber würde nur jeder Vierte eine derartige Unterhaltung führen. Dabei spielen auch ganz konkrete Ängste eine Rolle. 17 Prozent der Befragten haben es bereits erlebt, dass Kollegen nach offenen Bekenntnissen zu psychischen Krankheiten benachteiligt wurden.

Arbeitgeber unterschätzen offenbar den Ernst der Lage. 40 Prozent der Befragten sagten, dass ihre Arbeitgeber keine Präventionsmaßnahmen zu Stress und psychischer Gesundheit bietet. Nicht mal jeder Fünfte hatte einen festen Ansprechpartner, wenn es um Diskriminierung oder Mobbing geht. Das macht 18 Prozent aller Befragten aus. Lediglich elf Prozent der Unternehmen verfügten laut LinkedIn über einen festgeschriebenen Verhaltenskodex.