FinanzenSo viel Bargeld horten die Deutschen zu Hause

Euroschein
Symbolbild: Bargeld Euro-ScheinePixabay

#1 Viel Bares zu Hause

Privatpersonen haben hierzulande 2018 durchschnittlich 1364 Euro an Bargeld zu Hause oder in einem Schließfach aufbewahrt. Das ergab eine Umfrage im Auftrag der Bundesbank, für die 2000 Personen befragt wurden. Nicht berücksichtigt wurde das Bargeld im Portemonnaie.

#2 Entweder-oder

„Laut der Studie waren die Beträge, die Privatpersonen außerhalb des Geldbeutels aufbewahrten, sehr ungleich in der Bevölkerung verteilt“, teilte die Bundesbank bei der Vorstellung der Untersuchung im Sommer 2020 mit. Viele der Befragten hatten demnach kein oder nur wenig Bargeld zu Hause, einige wenige Personen dafür jedoch sehr viel.

#3 Ältere horten mehr Bargeld

Sehr wenig Bargeld daheim hatten laut der Untersuchung Schüler, Studenten und Auszubildende. Die höchsten Beträge fand die Bundesbank bei Menschen bis 65 Jahre.

#4 Bargeld als Rücklage

„Die hohen Barrücklagen kurz vor Eintritt in den Ruhestand könnten auf eine Reserve für das Rentenalter hindeuten, die nach dem 65. Lebensjahr langsam abgebaut wird“, mutmaßten Experten der Bundesbank.

#5 Reserve muss man sich leisten können

In dem Bericht wurde zudem festgestellt: Wer mehr verdient, hat oft auch mehr Bargeld als Reserve zu Hause.

#6 Hauptgründe für das Horten von Bargeld

  • niedriges Zinsniveau: 58 Prozent
  • Reserve für Ausgaben: 55 Prozent
  • keine Technik nötig: 41 Prozent

#7 Kaum Steuergründe für Bares

Hinweise auf Steuerhinterziehung als Motiv fanden die Experten nicht. „Vielmehr scheint mangelndes Vertrauen in die Sicherheit und Belastbarkeit der technischen Infrastruktur —  wie zum Beispiel die Angst vor Hackerangriffen — ein wichtiger Grund für das Halten von Bargeldreserven zu sein“, hieß es bei der Vorstellung des Berichts. Fazit: „Bargeld dient der deutschen Bevölkerung nicht nur als Zahlungsmittel, sondern in hohem Maße auch als Wertaufbewahrungsmittel.“

 


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