FinanzenDafür nutzen die Deutschen Finanz-Apps

Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone
Kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone

Apps prägen mittlerweile in vielen Bereichen unseren Alltag. Das gilt in Zeiten des boomenden Online-Shoppings auch zunehmend für die Art, wie wir Geld ausgeben. Bei der Verwaltung der privaten Finanzen spielen Apps aber offenbar hierzulande noch eine eher untergeordnete Rolle. Zwar nutzt mittlerweile jeder zweite Deutsche ab 18 Jahren eine Finanz-App, wie eine Online-Umfrage des Datenportals Statista ergeben hat. Bei der Frage, wofür die Programme eingesetzt werden, ergab sich aber ein sehr einseitiges Bild.

Überweisen mit Finanz-Apps

Für den Bericht „Private Finanzen & Investitionen in Deutschland“ wurden den Angaben zufolge 1036 Menschen ab 18 Jahren befragt, die ein Bankkonto besitzen. 577 von ihnen gaben laut Statista an, Finanz-Apps zu nutzen. Beim Zweck ergab sich dieses Bild:

  • Überweisungen tätigen: 74 Prozent
  • Sich informieren: 21 Prozent
  • Versicherungen verwalten: 17 Prozent
  • Aktien verwalten: 17 Prozent
  • Haushaltsbücher führen: 16 Prozent

Nun könnte man denken, dass viele Deutsche schlicht kein Interesse an Finanzthemen haben. Allerdings zeigt die Umfrage: Der Bedarf ist durchaus da, er wird aber anderweitig gedeckt. Bei der Frage, wie sie sich über Finanzthemen informieren, landete die Finanz-Apps bei den Befragten auf dem vierten Platz, weit abgeschlagen hinter Finanzexperten, Freunden/Verwandten und Fachzeitschriften.

Vor allem Jüngere nutzen Finanz-Apps

Bei der Nutzung von Finanz-Apps in den Altersgruppen gab es keine Überraschung. Mit zunehmendem Alter nimmt hierzulande auch die Nutzung dieser digitalen Dienstleistungen ab:

  • 18 bis 24 Jahre: 83 Prozent
  • 25 bis 34 Jahre: 73 Prozent
  • 35 bis 44 Jahre: 65 Prozent
  • 45 bis 54 Jahre: 54 Prozent (ab hier unter dem allgemeinen Durchschnitt von 56 Prozent)
  • 55 bis 64 Jahre: 33 Prozent
  • 65 Jahre und älter: 29 Prozent

Die Umfrage wurde vom 21. Juli bis 1. August 2020 durchgeführt.

 


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