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Fonds im Fokus - Allianz Euroland Equity Growth

, Julia Groth

Der Standardwerte-Fonds von Allianz Global Investors hat sich in den vergangenen Jahren gut geschlagen. Nun könnte er von der Erholung am europäischen Aktienmarkt profitieren. Von Julia Groth

Kursverlauf © Johannes Mink

Der Fonds

Europäische Aktien sind im Aufwind. Ihre Kurse haben sich seit Anfang des Jahres deutlich erholt. Zwischenzeitliche Rücksetzer können Europa-Fondsmanager nicht erschüttern: Sie gehen fest davon aus, dass die Wirtschaft in der Eurozone endlich in Schwung kommt und europäische Aktien ihr Aufholpotenzial gegenüber US-amerikanischen Titeln auszuschöpfen beginnen.

Der Allianz Euroland Equity Growth, aufgelegt im Herbst 2006 von Allianz Global Investors, profitiert von dieser Entwicklung. Seit Anfang Januar hat er rund sechs Prozent an Wert zugelegt. Auf Sicht von zehn Jahren schaffte er ein Plus von fast sieben Prozent jährlich. Damit ist er nach Daten der Fondsratingagentur Morningstar der erfolgreichste Euroland-Standardwertefonds in diesem Zeitraum. Mit einem verwalteten Vermögen von rund 1,5 Mrd. Euro ist er darüber hinaus ein echtes Schwergewicht.

Stärken

Fondsmanager Matthias Born gilt als Spezialist für europäische Aktien und für die Growth-Strategie – beides kommt im Allianz Euroland Equity Growth zusammen. Born verwaltet unter anderem auch den renommierten Concentra. Die Morningstar-Analysten bewerten den Euroland-Fonds nicht zuletzt wegen Borns langjähriger Erfahrung positiv. Bei Morningstar ist er derzeit mit fünf von fünf Sternen ausgezeichnet. Die bisherige Performance deutet darauf hin, dass Born seinem Ruf gerecht wird. Vergangene Erfolge sagen zwar nur begrenzt etwas über die Zukunft aus. Wenn ein Fonds aber über einen langen Zeitraum hinweg überdurchschnittlich gut abschneidet, können Anleger davon ausgehen, dass er sich auch in Zukunft gut schlagen wird, zeigen Studien.

Schwächen

Aktienanleger müssen stets auf Marktschwankungen gefasst sein. Die Volatilität an den Aktienmärkten ist zuletzt gestiegen. Zudem können auch erfahrene Manager danebenliegen. Im Februar schnitt der Fonds zum Beispiel schlechter ab als viele vergleichbare Produkte, weil er in einigen Marktsegmenten ungünstig positioniert war. Auch die Fondsgebühren sind ein Minus: Mit laufenden Kosten in Höhe von derzeit 1,85 Prozent ist der Fonds vergleichsweise teuer.

Portfolio

Born fokussiert sich auf Growth-Aktien. Das sind Titel von Unternehmen, deren Wachstumspotenzial seiner Ansicht nach im aktuellen Aktienkurs nicht gebührend berücksichtigt ist. Derzeit setzt der Manager stark auf IT-Titel. Gegenüber seiner Benchmark hat er sie deutlich übergewichtet. Diese Entscheidung hat sich in den vergangenen Wochen ausgezahlt, IT-Aktien waren einer der stärksten Performancetreiber im Portfolio. Auch Industriewerte hat Born übergewichtet. Bei Aktien aus der Gesundheitsbranche ist er dagegen vorsichtig. Größte Einzelposition im Fonds ist aktuell die Aktie von SAP. Daneben finden sich in den Top Ten Papiere von Infineon, Unilever und Bayer.

Fazit

Es könnte sich lohnen, auf die Erholung des europäischen Aktienmarktes zu setzen. Wer sein Europa-Engagement ausbauen will, bekommt mit dem Allianz-Fonds ein solides Produkt mit erfahrenem Manager und starker Performance-Historie. Durch den Fokus auf Euroland-Aktien und Growth-Titel ist der Fonds allerdings sowohl regional als auch von seiner Strategie her etwas enger konzipiert als viele andere Europa-Standardwertefonds. Das muss kein Nachteil sein. Anleger sollten es aber im Hinterkopf behalten.

Weitere Beiträge aus der Reihe Fonds im Fokus: ValueInvest Lux GlobalJOHCM UK Opportunities, SPDR Gold Shares und Fidelity China Focus

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