BlockchainWas vom milliardenschweren Telegram-ICO übrig bleibt

Telegram hatte große Pläne für seine Blockchain. Inzwischen musste das Unternehmen sie weitgehend revidieren.Daria Nepriakhina/Unsplash, bearbeitet von Finance Forward

Es ist schon klar, warum Facebook eine Digitalwährung starten will: Wenn nur ein Bruchteil der zweieinhalb Milliarden Nutzer die Währung Libra verwenden, würde Facebook sämtliche bestehende Digitalwährungen auf einen Schlag überholen. Telegram trat mit einer ganz ähnlichen Motivation an, als es vor etwa zwei Jahren seine eigene Währung ankündigte.

200 Millionen Menschen nutzen den Messengerdienst jeden Monat – Tendenz stark steigend. Hinzu kommt: Fast die gesamte Kommunikation der Kryptoszene findet über die App statt. Jeder Experte – und jeder, der sich dafür hält – kommuniziert mit Telegram. Deswegen war es für die Macher der App, die Brüder Nikolai und Pavel Durov, naheliegend, auch etwas mit der Blockchain zu machen. Sie formulierten 2017 lose Ideen unter dem Namen Blockchain Telegram Open Network (TON) und der dazugehörigen Kryptowährung Gram.

Den Investoren reichte das: In kurzer Zeit sammelte Telegram insgesamt 1,7 Mrd. US-Dollar ein. Unter den etwa 100 Geldgebern befanden sich einige der bekanntesten Wagniskapitalgeber der Welt, darunter Kleiner Perkins, Lightspeed, Benchmark und Sequoia. Sie gaben laut Berichten der Financial Times jeweils 20 Mio. Dollar für das Konzept.

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