Corona-PandemieSo steht es international um die Corona-Warn-App

Etwa jede zehnte Corona-Infektion wird in Deutschland mittlerweile von der Corona-Warn-App erfasst. Rund 40 Prozent der Nutzer teilen der App ihr positives Testergebnis laut Robert-Koch-Institut allerdings nicht mit. Zwar sind die Downloadzahlen angesichts der zweiten Pandemiewelle auf mittlerweile mehr als 22 Millionen angestiegen, ihr volles Potential habe die App aber noch nicht ausgeschöpft.

Um das zu ändern, könnte die Corona-Warn-App bald eine grundlegende Überarbeitung bekommen. Einen entsprechenden Bericht habe Jens Spahn dem Kanzleramt vorgelegt, berichtet der „Spiegel“. Nutzer soll die App merhmals daran erinnern, ihren Kontakten ein positives Testergebnis mitzuteilen. Auch die Updates über das eigene Infektionsrisiko sollen künftig mehrmals am Tag möglich sein. Auch die Entwickler von SAP und Telekom planen bis Ende des Jahres einige Updates. Damit reagieren sie auf die Kritik der vergangenen Monate, die App müsse sich stärker an die neuen Erkenntnissen über das Coronavirus und dessen Verbreitung anpassen.

Für eines der Anfangsprobleme ist dagegen mittlerweile ein Lösung in Sicht: die Vielzahl nationaler Corona-Warn-Apps auf europäischer Ebene. Seit Mitte Oktober können nationale Apps, sich über die Plattform EU Federation Gateway Service (EFGS) vernetzen – und so auch im Ausland genutzt werden. Gleichzeitig sollen sie den Austausch von Infektionswarnungen ermöglichen. Deutschland, Finnland und Italien sind dabei schon von Beginn an Teil der Plattform, während andere Länder nach und nach folgen sollen. Zum Jahresende könnten bis zu 16 nationale Apps miteinander gekoppelt sein.

So steht es international um die Corona-Warn-App

Ein Blick auf die Warn-Apps anderer Länder zeigt dabei: Nicht nur Deutschlands App hat angesichts zurückhaltender Nutzer und technischer Bugs Verbesserungsbedarf. Zum Start der deutschen Corona-Warn-App hat Capital sich schon einmal die Anwendungen in anderen Ländern angeschaut. Was sich seitdem getan hat, zeigt die nachfolgende Bilderstrecke für elf verschiedene Länder: