BilderstreckeLohnnebenkosten: In diesen EU-Ländern sind sie am höchsten

Selbstständigkeit boomt. Das liegt vermutlich auch an den Lohnnebenkosten. Denn Freiberufler sind für Unternehmen häufig sehr viel günstiger als festangestellte, versicherungspflichtige Angestellte.

Das gilt insbesondere für freischaffende Künstler, Schriftsteller und Journalisten, bei denen der „Arbeitgeberanteil“ an den Sozialbeiträgen von der Künstlersozialkasse übernommen wird. Sie müssen die Kosten also nicht an ihre Auftraggeber weiterreichen.

Überlegt ein Unternehmen, einen bewährten Freelancer fest einzustellen, beginnt erst einmal das Rechnen. Aus dem simplen Honorar wird plötzlich ein Bruttolohn mit einer Reihe weiterer Kostenpunkte. Arbeitgeber zahlen in Deutschland diese Lohnnebenkosten:

  • Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung, gesetzlichen Krankenversicherung und Arbeitslosenversicherung
  • Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung
  • Lohnfortzahlung während des Urlaubs
  • Umlagen für Mutterschaftsgeld, Insolvenzgeld und Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall
  • weitere Kosten, zum Beispiel für die berufliche Aus- und Weiterbildung oder für gestellte Berufskleidung

Hohe Lohnnebenkosten machen Arbeit teurer, ohne dass Beschäftigte direkt mehr Geld auf dem Konto haben. Insofern erhöhen sinkende Sozialkosten womöglich die internationale Wettbewerbsfähigkeit eines Landes bei Produktion und Dienstleistungen. Andererseits können hohe Lohnnebenkosten auf eine exzellente Qualifikation und gute soziale Absicherung der Beschäftigten hindeuten.

Wir haben bereits die Länder in der Europäischen Union vorgestellt, in denen Arbeit am teuersten ist. Das Statistische Bundesamt hat jetzt aus Daten von Eurostat errechnet, wie es in den EU-Staaten um die Lohnnebenkosten steht:

Dies sind die zehn EU-Länder mit den höchsten Lohnnebenkosten