Beste ArbeitgeberWDR: unabdinglicher Kulturakteur in Nordrhein-Westfalen

Das WDR Funkhaus in Düsseldorf
Das WDR Funkhaus in Düsseldorfimago images / Rupert Oberhäuser

Vor zwei Jahren hat Intendant Tom Buhrow einen Kulturwandel beim Westdeutschen Rundfunk angeschoben. Dazu gehörte unter anderem ein neu aufgelegtes Mitarbeitergespräch, eine zentrale Beschwerdestelle, Seminare zu sozialen Komptenzen und Feedback und neue Grundsätze für Führungskräfte.

Damit ist der WDR in seinen Veränderungen aber noch lange nicht fertig. Ab Herbst sollen Führungskräfte regelmäßig anonymes Feedback ihrer Mitarbeiter erhalten. Klimaanalysen sollen außerdem auf die Situation im Team achten. Auch freie Mitarbeiter sollen künftig stärker in den Alltag in der Rundfunkanstalt eingebunden sein. Neben Feedback- und Entwicklungsgesprächen mit Vorgesetzten soll es dabei auch eine Beschäftigungsbörse mit Aufträgen geben.

In der Vergangenheit war der Sender als Arbeitgeber in die Kritik geraten. Im „Umweltsau-Skandal“ Anfang 2020 wurde der Sender kritisiert, sich nicht ausreichend hinter einen Journalisten der Sendung „Aktuelle Stunde“ gestellt zu haben, als dieser für einen Tweet bedroht wurde. Die Redaktion hatte sich stattdessen distanziert und klargestellt, der Journalist sei kein angestellter Redakteur, „sondern freier Mitarbeiter“.

Im April 2018 hatte der WDR hat im April 2018 die EU-Kommissarin und Gewerkschaftschefin Monika Wulf-Mathies damit beauftragt, zu prüfen, wie der WDR in der Vergangenheit mit Hinweisen auf sexuelle Belästigung umgegangen war. Im September stellte sie ihren Bericht vor und erklärte, dass es keine Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen gab auch wenn Verantwortliche den Hinweisen meist nachgegangen seien. Wulf-Mathies betonte aber auch, der WDR reagiere heute sehr viel schneller und konsequenter. Parallel zu ihrer Untersuchung hatte der WDR bereits den Kulturwandel in Gang gesetzt, um die interne Zusammenarbeit zu verbessern.

Mehr als 150 Konzerte pro Jahr

Unter lokalen Arbeitnehmern genießt der WDR trotzdem ein hohes Ansehen. Rund 4290 Angestellte gehören zu der Rundfunkanstalt, die in Nordrhein-Westfalen mit elf Studios und fünf Büros vertreten ist. Dort produziert der Westdeutsche Rundfunk zahlreiche Angebote für Fernsehen und Radio. Allein im Heimatbundesland erreicht er damit jede Woche rund 85 Prozent der Bevölkerung.

Auch außerhalb der Sendeanstalten sieht sich der WDR für seine Region als unabdinglicher Kulturakteur. Die Sendereigenen Musikgruppen – Sinfonieorchester, Funkhausorchester, Big Band und Rundfunkchor – spielen jährlich mehr als 150 Konzerte.


Für das Ranking „Attraktivste Arbeitgeber der Stadt“ hat Statista 3200 Arbeitgeber aus 25 Städten ausgewählt – und die Arbeitnehmer vor Ort abstimmen lassen. Rund 13.600 Arbeitnehmer, die entweder in den jeweiligen Städten oder in einem Umkreis von 25 Kilometern wohnen, haben im März 2020 an der Befragung teilgenommen. Sie bewerteten dabei nicht nur ihren eigenen Arbeitgeber, sondern konnten auch Bewertungen für andere lokale Firmen abgeben. Die Befragten beurteilten auch, ob Unternehmen am Standort sowohl wirtschaftlich als auch für gemeinnützige Zwecke aktiv sind – und ob sie gegenüber den eigenen Mitarbeitern und Geschäftspartnern sozial verantwortlich handeln. Die kompletten Ergebnisse finden Sie hier.