Beste ArbeitgeberLürssen - teure Yachten, flexible Arbeitszeiten

Die Lürssen-Werft in Bremenimago images / JOKER

Diskretion ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie von Lürssen: Schließlich gehören zu den Kunden der Schiffswerft durchaus heikle Personengruppen. Da wären zum einen die Superreichen, denen Lürssen ihre Luxusyachten mit allen erdenklichen Extravaganzen baut. Zu den berühmtesten Exemplaren gehören die „Limitless“, mit rund 86 Metern Länge und 12,5 Metern Breite eine der größten Megayachten der Welt, die „Carinthia VII“ der österreichischen Kaufhauserbin Heidi Horten, oder die „Pelorus“, von einem saudischen Staatsmann nach dem Bau für etwa 300 Mio. US-Dollar erworben und dann an den russischen Milliardär Roman Abramowitsch verkauft.

Und dann wäre da noch die andere Kundengruppe: Regierungen, die beim Bremer Familienunternehmen hochspezialisierte Marineschiffe einkaufen. Zuletzt stand Lürssen in der Kritik, weil sich das Unternehmen selbst nach dem von der Bundesregierung beschlossenen Exportstopp für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien noch am Unterhalt von Patrouillenbooten vor Ort beteiligte. Hierfür sollen zum Zeitpunkt des Exportstopps sogar noch 29 Lürssen-Mitarbeiter in Saudi-Arabien tätig gewesen sein.

Zu Hause in Bremen-Vegesack weiß man das Engagement der Geschäftsführung zu schätzen: Seit 1875 produziert und designt die Werft Schiffe, 2016 übernahm das Unternehmen sogar die Hamburger Traditionswerft Blohm + Voss, 2020 schloss es sich mit der Kieler German Naval Yards zusammen, um den bisherigen Marktführer im Bereich Kriegsschiffe, Thyssenkrupp Marine Systems, abzulösen. Das Unternehmen wird heute in vierter Generation von den Vettern Peter und Friedrich Lürssen geleitet.

Lürssen beschäftigt 2800 Mitarbeiter an den Standorten Bremen, Hamburg, Rendsburg, Wilhelmshaven und Wolgast. Für die Belegschaft hat das Unternehmen einiges zu bieten: zahlreiche Talent- und Leadership-Programme, Kinderbetreuung sowie flexible Arbeitszeitmodelle. Hier legt Lürssen Wert auf die Umsetzung des Pflegezeitgesetzes und Individuallösungen „wenn es brennt“.