PodcastKatrin von Hallwyl: „Ich bin wahnsinnig bodenständig“

Katrin von Hallwyl, Gründerin und Geschäftsführerin von Ikoo PR

„Ich bin absoluter Haarfreak. Ich mag gepflegte Haare.“ Die Haartools vom Start-up Ikoo gibt es seit 2015, die Inspiration für Katrin von Hallwyl seit ihrer Kindheit. „Es gab dieses Schlüsselerlebnis mit meiner Mutter: Sie ging jeden Freitag zum Friseur“, erinnert sie sich. „Wenn sie wiederkam, verhielt sie sich ganz anders. Sie war immer besser gelaunt.“ Das will die Gründerin auch für ihre Kunden und Kundinnen erreichen – sie sollen sich anders, besser fühlen.

Katrin von Hallwyl selbst hat sich immer als Gründerin gefühlt: „In der letzten Firma die ich mit aufgebaut habe, war ich angestellt,“ erzählt sie. „Dennoch habe ich die Firma immer auch als meine eigene gesehen.“ Dabei ist die Gründerin sehr risikoaffin vorgegangen, hatte keine Angst etwas zu sagen. „Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann.“ Trotzdem ist ihr der Erfolg von Ikoo nie zu Kopf gestiegen. „Ich arbeite immer noch um Geld zu verdienen, aber nicht deswegen ausschließlich. Ich mache das aus Überzeugung, weil ich es wahnsinnig gerne mache. Aber ich bin mit Sicherheit nicht übermütig.“

Etwa 80 Prozent der Start-ups gibt es nach drei Jahren nicht mehr, erzählt von Hallwyl. Das liege vor allem daran, dass die meisten Gründerinnen und Gründer so schnell wie möglich viel Geld verdienen wollen. Wenn das nicht klappt, ließen sie es wieder sein. „Es ist essentiell, dass du als Unternehmer überzeugt bist von dem, was du tust und auch dein Ziel klar visualisierst. Sonst brauchst du das nicht zu machen.“ Das Start-up habe sie nicht gegründet um reich zu werden. Aus altruistischen Gründen allerdings auch nicht, sagt sie. Das Ziel: „Ich will eine Marke auf dem Markt etablieren und das weltweit.“

An den Zeitpunkt, wo die Gründerin ihre erste Million auf dem Firmenkonto hatte, kann sie sich nicht genau erinnern. Geld spielt für von Hallwyl sowieso nur eine Nebenrolle. Sie arbeite gerne und viel, deshalb habe sie auch immer viel verdient. Dennoch: Anstatt sich ein sehr großzügiges Gehalt auszuzahlen, reinvestiert die Unternehmerin die Gewinne lieber wieder in die Firma. „Ich kann von dem, was ich verdiene, nichts zur Seite legen.“ Auf ein schönes Leben will sie aber nicht verzichten: „Ich bin jemand der gerne das Leben genießt – aber mit Maß und Ziel.“

Was sie für die Zukunft plant, erzählt sie in der neuen Folge des Podcast „Meine erste Million“.

 


Unsere Interviewserie „Meine erste Million“ gibt es mittlerweile auch als Podcast. Er erscheint ab dem 19. August jede Woche mittwochs bei Audible. Die gesamte Staffel mit 24 Folgen kostet 9,95 Euro. Für Audible-Abonnenten ist sie kostenlos. Gäste der ersten Folgen sind:

Hören Sie hier den Trailer zum Podcast: