Studie Fast die Hälfte der Berufstätigen flunkert im Job

Symbolbild Teambesprechung
Symbolbild Teambesprechung
© dpa
Ob Gehaltsverhandlung, Jahresendgespräch mit dem Chef oder Dienstplantausch: Im Job kommt vielen Beschäftigten die eine oder andere kleine Unwahrheit über die Lippen.

45 Prozent der Berufstätigen lügen gelegentlich im Job, um gut über die Runden zu kommen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1066 deutschen Berufstätigen, die YouGov Deutschland im Auftrag von Glassdoor durchführte. Zudem ist das Büro nicht der Ort, an dem die meisten Beschäftigten so sind, wie sie sind: Jeder Fünfte (22 Prozent) verstellt sich bei der Arbeit, 32 Prozent der Befragten würden dort niemals Gefühle zeigen.

Unterschieden wurde zwischen „kleinen Lügen” wie „Ich bin da dran” und „großen Lügen” wie „Ich habe den Großkunden gewonnen“. 45 Prozent der Befragten sagten aus, gelegentlich Gebrauch von kleinen Lügen zu machen, 28 Prozent gaben zu, dies regelmäßig zu tun. Während 51 Prozent der Männer der Meinung waren, dass kleine Lügen zum Berufsleben gehörten, sahen dies nur 45 Prozent der weiblichen Befragten so. „Große Lügen“ setzen dagegen nur 8 Prozent der Berufstätigen setzen gelegentlich ein, um sich im Berufsleben durchzusetzen. Nur 6 Prozent tun dies häufig.

Grundsätzlich neigen eher Männer (8 Prozent) als Frauen (4 Prozent) dazu, die Wahrheit regelmäßig zu verdrehen. Für 90 Prozent der befragten Frauen haben vorsätzliche Lügen im Arbeitsleben nichts zu suchen, 80 Prozent der Männer teilen diese Auffassung.

27 Prozent der Befragten gaben zudem an, gelogen zu haben, um Fehler und Misserfolge zu verbergen. 21 Prozent sagten schon einmal die Unwahrheit, weil sie vermuteten, dass der Chef keine abweichende Meinung akzeptiere. 12 Prozent der Befragten flunkerten, um Strafen und Sanktionen zu entgehen.

Dennoch wird am Arbeitsplatz vergleichsweise wenig gelogen. Laut Studie schwindeln die Befragten tendenziell häufiger Freunde und Familie als den Chef an. Während immerhin 38 Prozent bereits einmal ihre Lebenspartnerin oder ihren Lebenspartner angelogen haben, geben nur 15 Prozent an, es bei ihrem Vorgesetzten probiert zu haben.

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