KarriereDas sollten Sie vor dem Jobwechsel klären

Symbolbild Jobwechsel
Symbolbild Jobwechseldpa

Die Bedingungen für einen Jobwechsel scheinen aktuell sehr gut zu sein. Die Arbeitslosigkeit ist offiziell auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Fachkräfte werden dringend gesucht und mit attraktiven Gehältern und Benefits gelockt. Eine Kündigung will aber selbstverständlich gut überlegt sein. Das gilt auch, wenn einen am aktuellen Job kaum etwas hält.

Der Personaldienstleister Robert Half hat auf seinem Blog eine Reihe von Punkten zusammengetragen, die Beschäftigte vor dem Jobwechsel klären sollten.

#1 Was stört Sie am meisten am derzeitigen Job?

Diffuse Frustration ist kein Grund für eine Kündigung. Nur, wer sich darüber im Klaren ist, wo aktuell die Probleme liegen, kann einschätzen, ob ein Jobwechsel die richtige Wahl ist oder ob sich die Quelle der Unzufriedenheit womöglich auf andere Weise eliminieren lässt. Wer diese Fragen ehrlich beantwortet, kann zudem verhindern, dass im neuen Job sofort dieselben Störquellen auftauchen.

#2 Mehr Geld muss nicht sein

Im neuen Job ist nicht automatisch alles besser. Das kann ein Vorteil sein. Der Wechsel des Arbeitgebers darf Herausforderungen mit sich bringen, solange die sich lohnen. „Ein Jobwechsel muss nicht immer zwingend einen Karrieresprung sein“, gibt Robert Half zu bedenken. „Vielleicht machen Sie neue Aufgaben und ein anderes Umfeld zufriedener, auch wenn Sie sich dafür finanziell etwas einschränken müssen.“

#3 Jobwechsel ist kein Allheimittel

„Ein neuer Job löst keine privaten Probleme“, gibt der Blog-Eintrag zu bedenken. „Für private Probleme ist ein Jobwechsel nur dann eine Lösung, wenn die bisherige Stelle die Schwierigkeiten verursacht: Zum Beispiel, wenn Sie durch lange Arbeitszeiten zu wenig Zeit für Ihre Beziehung oder Ihre Familie haben.“ Wer hingegen Krisen aus dem persönlichen Umfeld auf den Beruf projiziert, gibt womöglich vorschnell eine eigentlich gute Stelle auf.

#4 Wechsel mit Anlauf

Kluge Wechselkandidaten sorgen vor. Die besten Karrierechancen gibt es häufig über persönliche Kontakte. Wer sein berufliches Netzwerk pflegt, ist im Ernstfall nicht nur auf Jobplattformen und professionelle Vermittler angewiesen.

#5 Sind Sie überhaupt geeignet?

„Ein Neuanfang kann wichtig und richtig sein, aber er sollte nicht zum eigentlichen Karriereprinzip werden. Zu häufige Jobwechsel machen es oft deutlich schwerer, beruflich aufzusteigen“, gibt Robert Half zu bedenken. Bevor man sich also auf eine verlockende Stelle bewirbt, solle deshalb diese Frage ehrlich beantwortet werden: Habe ich tatsächlich die Interessen und Talente, um in dieser Position erfolgreich zu sein?

 


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