BerufswahlDas sind die beliebtesten Ausbildungsberufe für Frauen und Männer

Ein Ausbilder erläutert Auszubildenden im 2. Lehrjahr die Funktionsweise eines Hybridantriebes im Porsche Ausbildungszentrum
Ein Ausbilder erläutert Auszubildenden im 2. Lehrjahr die Funktionsweise eines Hybridantriebes im Porsche Ausbildungszentrumdpa

Viele Berufsanfänger müssen ihre Karriere derzeit unter enorm erschwerten Bedingungen beginnen. Die Corona-Krise hinterlässt auch hier Spuren. Die Zahl der neuen Verträge in der dualen Berufsausbildung ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten mit. „Zwar sind die Ausbildungszahlen seit Jahren tendenziell rückläufig. Der aktuelle Einbruch ist in seiner Höhe aber bislang einzigartig“, hieß es.

Corona stört Berufsstart

Frauen waren besonders von mangelnden Angeboten für den Karrierestart betroffen. Bei ihnen ging die Zahl der Neuverträge den Angaben zufolge um 10,2 Prozent auf 168.300 zurück. Bei den männlichen Azubis belief sich das Minus auf 8,9 Prozent und 297.000 Neuabschlüsse. Den größten Einbruch unter den Branchen verzeichneten die Statistiker in Industrie und Handel (minus 11,9 Prozent) sowie im Handwerk (minus 6,6 Prozent).

Die Corona-Krise wird auch beeinflussen, welche Berufe junge Menschen ergreifen wollen beziehungsweise können. Aus Anlass des Girls’ Day am 22. April 2021 verriet das Bundesamt, welche Ausbildungsberufe zuletzt in Deutschland am beliebtesten waren. Zahlen liegen bislang erst für 2019 vor. Sie zeigen: Es gibt eindeutig noch typisch „weibliche“ oder „männliche“ Berufe. Und Frauen konzentrieren sich auf weniger Top-Jobs, während Männer breiter streuen.

Beliebteste Ausbildungsberufe

Dies waren die populärsten Berufe bei Frauen:

  1. Kauffrau für Büromanagement: 10,0 Prozent (Männer: 2,2 Prozent)
  2. Medizinische Fachangestellte: 8,4 Prozent (Männer: 0,1 Prozent)
  3. Kauffrau im Einzelhandel: 6,9 Prozent (Männer: 4,1 Prozent)
  4. Zahnmedizinische Fachangestellte: 5,8 Prozent (Männer: 3,2 Prozent)
  5. Verkäuferin: 5,8 Prozent (Männer: 3,2 Prozent)

Männer entschieden sich hingegen am häufigsten für diese Ausbildungsberufe:

  1. Kraftfahrzeugmechatroniker: 6,5 Prozent (Frauen: 0,5 Prozent)
  2. Fachinformatiker: 4,6 Prozent (Frauen: 0,7 Prozent)
  3. Elektroniker: 4,3 Prozent (Frauen: 0,2 Prozent)
  4. Kaufmann im Einzelhandel: 4,1 Prozent (Frauen: 6,9 Prozent)
  5. Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik: 3,9 Prozent (Frauen: 0,1 Prozent)