ImmobilienSo wird Ihr Haus urlaubsfit

Moderne Einfamilienhäuser
Moderne Einfamilienhäuser dpa

Der Koffer ist gepackt, die letzte E-Mail beantwortet – ab in den Urlaub. Doch so schön es auch ist, dem Alltagstrott zu entfliehen: Wer eine längere Zeit nicht daheim ist, sollte seine vier Wände und seinen Garten gut schützen. Schließlich soll die Entspannung nach dem Urlaub möglichst lange anhalten – und sich nicht beim ersten Blick auf das traute Heim in Luft auflösen. Das gilt übrigens nicht nur für Eigentümer. Auch Mieter haben eine besondere Sorgfaltspflicht gegenüber ihrer Wohnung, selbst wenn sie nicht persönlich vor Ort sind. Vier Punkte, auf die Hausbewohner vor der Abreise in den Urlaub achten sollten.

Vor Einbrechern schützen

Nichts ist für Einbrecher so anziehend, wie ein leerstehendes Zuhause. Auch wenn die Zahl der Einbrüche zuletzt zurückgegangen ist: Bewohner tun gut daran, ihr Haus oder ihre Wohnung vor Abreise einbruchsfest zu machen. Dazu gehört, alle Hinweise zu beseitigen, die auf eine längere Abwesenheit hindeuten. Zeitschaltuhren an Rollladen und Lichtschalter helfen, ein belebtes Haus simulieren. Außerdem sollten Tageszeitungen abbestellt werden, damit der Briefkasten nicht überquillt. Besonders wichtig, weil oft vergessen: Türen und Fenster fest verschließen! Vor allem die Wohnungstür sollten Hausbesitzer immer doppelt abschließen, sonst bleibt der Hausbesitzer trotz Versicherung auf dem Schaden sitzen. Denn dringen Einbrecher ein, weil das Fenster gekippt oder die Tür nur zugezogen war, gilt das als grob fahrlässig (Oberlandesgericht Düsseldorf, I-4 U 144/07).

Das Wasser abdrehen

Für eine Überschwemmung im Haus braucht es kein schweres Unwetter. Es reicht ein Rohrbruch oder ein defektes Rücklaufventil, um das Zuhause zumindest zeitweise unbewohnbar zu machen. Rund 1,1 Millionen Schäden gehen pro Jahr auf geplatzte oder falsch verlegte Leitungsrohre zurück, zeigen Zahlen des Gesamtverbands der deutschen Versicherer (GDV). Die Folgen sind umso gravierender, je länger das Leck unbemerkt bleibt. Deshalb gilt gerade bei längeren Reisen: Unbedingt das Wasser abdrehen. Am besten stellt man gleich den Haupthahn ab, rät der GDV.

Lose Gegenstände fixieren

Sonnenschein und blauer Himmel sind eine Seite des Sommers. Die heiße Jahreszeit ist aber auch berüchtigt für ihre Gewitter: Starkregen und Hagel treten wie aus dem Nichts auf und richten erheblichen Schaden an. Um die Immobilie – und damit auch Nachbarn und Passanten – zu schützen, sollten Urlauber vor Abreise schauen, ob Dachziegel lose und alle Dachrinnen und Regenfallrohre frei sind, damit Wasser ungehindert abfließen kann. Gartenmöbel wie Stühle, aber auch Gießkannen oder Blumentöpfe sollten Hausbewohner während ihrer Abwesenheit in den Keller oder den Schuppen räumen. Sie können bei Sturm schnell zu gefährlichen Geschützen werden.

Mit den Nachbarn reden

Auch wenn man noch so gut vorbereitet ist: Ein wachsamer Nachbar, der während des Urlaubs auf die eigenen vier Wände aufpasst, ist Gold wert. Meist gibt es mindestens eine Person in der Nachbarschaft, der man zumuten kann, ein- bis zweimal die Woche in der Wohnung nach dem Rechten zu sehen. Haftbar machen sich Haussitter im Schadensfall übrigens nicht: Bei derartigen Gefälligkeitsdiensten stellt der Gesetzgeber Helfer von der Haftung frei – auch dann, wenn der Haussitter den Schaden selbst verursacht hat. Ausnahme: Handelt der Helfer grob fahrlässig und lässt zum Beispiel die Terrassentür offen, muss er für den Schaden haften. Denn wer auf fremdes Hab und Gut aufpasst, hat damit auch sorgfältig umzugehen.