ImmobilienImmobilien-Kompass: Der Wohnungsmarkt zeigt sich krisenresistent

In Lübeck sind die Immobilienpreise in den letzten Jahren stark angezogenIMAGO / Westend61

Der Immobilienmarkt setzt nach einer kurzen, coronabedingten Zwangspause seinen Wachstumskurs der letzten Jahre fort. Die Quadratmeterpreise und Baulandpreise stiegen im Jahr 2020 und auch im Frühjahr 2021 weiter. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie werden Immobilien besonders in den Speckgürteln der großen Städte teurer, hier stiegen Preise und Mieten noch stärker als in den Zentren. „Am meisten hat uns überrascht, wie krisenresistent sich der Markt 2020 gezeigt hat“, erklärte Katarina Ivankovic, Mitglied der iib-Geschäftsführung gegenüber Capital (Ausgabe 5/2021, EVT 15.04.2021) im aktuellen „Capital Immobilien-Kompass“. Der jährliche Marktbericht ist der umfangreichste unabhängige Bericht zur Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt.

Die neue Capital erscheint am 15. April

Selbst die gesetzlich verordneten Corona-Mietstundungen und Kündigungsverbote führten nicht dazu, dass sich Kapitalanleger und Vermieter 2020 aus dem Markt zurückzogen – im Gegenteil: „Die Zahl der privaten Kleinvermieter ist sogar gestiegen“, beobachtet Immobilienexperte Michael Voigtländer vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW). Die große pandemiebedingte Unsicherheit wirkte sich bisher positiv auf den Immobiliensektor aus: Mehr Bundesbürger als zuvor wollen laut Umfragen umziehen und wünschen sich Wohnungen mit mehr Räumen und Außenbereichen. Das Angebot an Immobilien ist aber nach wie vor klein, vor allem das führt zu anhaltendem Druck auf dem Markt und zu weiter steigenden Preisen.

Trotz erster Prognosen von Deutsche Bank Research, die den Immobilienzyklus etwa 2024 zu Ende gehen sehen, glaubt IW-Ökonom Voigtländer nicht an eine Trendwende, sondern an einen weiteren Preisanstieg: „Wir beobachten eine langfristig gute Entwicklung in den Großstädten“, sagt Voigtländer, „sie sind jung und dynamisch und ziehen weiterhin viele Bewohner aus ländlichen Gebieten an“.

Der Capital- Immobilienkompass 2021 misst den Preisanstieg im Corona-Jahr. Gemeinsam mit dem Immobilien-Institut iib Dr. Hettenbach analysiert Capital jedes Jahr für seine Mai-Ausgabe die Marktentwicklung in den 40 wichtigsten Städten des Landes, sowie detailliert die Haus- und Wohnungspreise samt Miethöhen in zehn deutschen Metropolen. Als Grundlage dienen die geforderten Kauf- und Mietpreise auf allen relevanten Online-Immobilien-Portalen und die Angebote von Projektentwicklern. Auch Preis-Prognosen für die nächsten zwölf Monate sind im Immobilien-Kompass enthalten.

Zudem bietet Capital mit dem iib Dr. Hettenbach Institut wieder die Gelegenheit, die eigene Immobilie anhand einer detaillierten Wohnmarkt-Analyse bewerten zu lassen. Immobilienbesitzer können sich die Analyse kostenlos im Internet unter www.capital.de/wohnmarktanalyse erstellen lassen.

 


Den Immobilien-Kompass finden Sie in Capital 5/2021. Interesse an Capital? Hier geht es zum Abo-Shop, wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es bei iTunes und GooglePlay