GeldanlageTrumps Strafzölle sind ein Geschenk für Europas Anleger

Donald-Trump-Poster in West Des Moines, Iowa
Donald-Trump-Poster in West Des Moines, IowaFlickr.com/Tony Webster

Die Aktien von VW, BMW oder Daimler gingen Anfang März stattlich in den Keller, Thyssenkrupp und Salzgitter taten es ihnen gleich, denn US-Präsident Donald Trump packt die Protektionismus-Keule aus. Abgesehen davon, dass auch die Europäer ihre Märkte schützen, sollte man hierzulande als Investor ganz entspannt bleiben. Zum einen macht Trump mit seinen Strafzöllen im Außenverhältnis zu Europa und Kanada soviel kaputt, dass die anderen fast schon zwangsweise enger zusammenrücken werden. Zum anderen betreibt Deutschland den Großteil seines Außenhandels mit den Niederlanden, Frankreich und weiteren großen EU-Partnern.

Wirtschaftspolitisch kommt aber noch hinzu, dass Holzhammermethoden selten geholfen haben und Länder mit schwacher Industrie aber harten Grenzen sich eher selbst schaden als den Partnern. Ist man selbst in einer schwachen Position, entsprechen Strafzölle und andere protektionistische Maßnahmen eher einer sehr strikten Einreisepolitik. Kann man machen, doch dann kommen eben weder Touristen noch Geschäftsleute. Sie urlauben beziehungsweise handeln dann eben woanders.

Trump macht Aktien günstiger

Für deutsche Anleger sind die Strafzölle Trumps ein Geschenk. Der Dax leidet darunter, doch politische Börsen – und dazu muss man die Maßnahmen zählen – haben kurze Beine. Deshalb gibt es jetzt VW, BMW, Siemens, Thyssenkrupp und BASF weitaus günstiger zu haben als noch vor einigen Wochen. Die europäischen Aktienmärkte sind eingeknickt während US-Titel stabil bleiben. Trügerisch stabil, denn Trump hat just eine Steuerreform für Superreiche und Mega-Konzerne durchgesetzt, die der breiten Wirtschaft und der Bevölkerung mittelfristig noch richtig auf die Füße fallen wird.

Schauen wir also auf die Qualitätstitel aus Europa, die sich beispielsweise beim Broker Degiro gerade großer Beliebtheit in Sachen Umsatz erfreuen. Als Alternative zu einem Direktinvestment in die Aktie kaufen Anleger die PP1JYP als Bonuspapier auf VW (10 Prozent Abgeld und 10 Prozent Renditechance), suchen sich DD1RS0 (vier Prozent Abgeld und knapp zehn Prozent Renditechance) auf BMW aus. Mutige Anleger greifen sich jetzt auf den Dax sogar einen Knock-out-Call (MF2AWY), der mit einem moderaten Hebel von fünf an Kursbewegungen im DAX partizipiert.

„Im Umfeld gestiegener Volatilitäten sind auch andere Seitwärtspapiere wie Discountzertifkate interessant“, sagt Stefano Angioni, Derivate-Experte der Société Générale. Leicht offensiv sind Discounter wie TD9F15 auf Thyssenkrupp und GD6LB0 auf BASF, etwas defensiver ist das Papier auf Siemens mit der WKN SE97RN. Aktionswochen made in USA also – fast so wie früher bei Ronald McDonald.