BerichtssaisonAnleger gehen riskante Wette ein

Händler an der New Yorker Börse
Händler an der New Yorker Börsedpa

Angesichts der großen Sorglosigkeit am Aktienmarkt empfehlen wir bei Feingold Research Optionsscheine zur Absicherung der Jahresgewinne. In unserem Tradingdepot konnten wir bislang einen Gewinn von 34 Prozent erzielen. Auf den Dax eignet sich der Put-Optionsschein DD5V2A mit 12.500er Basis oder etwas defensiver CP2JR6 mit 13.00er Basis. Wer Amazon, Apple und Co. im Depot hat, nimmt sich auch Absicherung auf die USA ins Depot und greift zum Nasdaq-Put GM8R21.

Ständig neue Wasserstandsmeldungen zum Handelsstreit halten die Börsen weiter in Atem, die vergangenen Tage haben dies eindrucksvoll gezeigt. Mit der Berichtssaison kommt ein weiterer Unsicherheitsfaktor hinzu, ab dieser Woche zählen wieder verstärkt fundamentale Fakten. „Die Bilanzen werden mit viel Spannung erwartet, nachdem zuletzt der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf ein den tiefsten Stand seit zehn Jahren gefallen ist und auch der Dienstleistungssektor langsam unter Druck kommt“, meint Carlo Alberto de Casa, Chefanalyst beim britischen Broker Activtrades. „Je länger der weltweite Konjunkturabschwung anhält, desto größer die Gefahr, dass auch die USA in den Abwärtsstrudel geraten“, so de Casa weiter.

Vor diesem Hintergrund bekamen Analysten an der Wall Street zuletzt erneut kalte Füße und reduzierten ihre Gewinnerwartungen für die Firmen im S&P 500. Zur Einordnung: Anfang Januar wurde für 2019 noch ein Gewinnanstieg von knapp acht Prozent erwartet, aktuell liegen die Konsensschätzungen bei einem Plus von 1,1 Prozent. Für den Nasdaq Composite wurden die Erwartungen sogar von plus zwölf auf minus zwei Prozent eingedampft.

Messlatte liegt tief

Ähnliches gilt für das anstehende dritte Quartal: Im Juni prognostizierten die Experten einen Gewinnrückgang von 1,4 Prozent, Mitte August waren es minus drei Prozent, aktuell sind wir bei minus 4,6 Prozent. Anleger, die schon länger an der Börse aktiv sind, kennen das Spiel. Im Vorfeld der Berichtssaison werden die Prognosen meist deutlich reduziert mit dem Effekt, dass die Unternehmen die tiefen Erwartungen umso einfacher übertreffen können und schließlich positive Überraschungen überwiegen.

Ein Blick in den Rückspiegel zeigt den Effekt: So wurde für das erste Quartal ein Rückgang von vier Prozent erwartet, tatsächlich blieb ein kleines Minus von 0,3 Prozent. „Sollte auch jetzt wieder ein Minuszeichen aufleuchten, wäre die Verlustserie mit drei negativen Quartalen in Folge allerdings die längste seit mehr als drei Jahren“, erklärt Mati Greenspan, Senior Analyst bei der Social Trading Plattform Etoro.