PodcastWarum Künstliche Intelligenz internationaler Normen bedarf

Eine einheitliche Normierung auf internationaler Ebene könnte dabei helfen, die Leistung Künstlicher Intelligenz genau festzulegen


Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Social Bots – Die Zukunft ist digital. Aber wie digital ist eigentlich Deutschland? Im Podcast „So techt Deutschland“ gewähren die besten Digitalexperten Einblicke in die Tech-Szene.

 


Normung kennt man vor allem aus dem analogen Bereich. Gebäude, Leuchtmittel oder Druckerpapier sind nur drei der unzähligen Beispiele für die einheitlichen Standards und Maße bei vielen Alltagsgegenständen.

Genau diese Standards werden im Deutschen Institut für Normung (DIN) entwickelt – auch für Technologie. Auch in diesem Bereich hier brauche es einheitliche Maße, „sodass man Technologie überprüfen kann“, erklärt Christoph Winterhalter, Vorstandsvorsitzender des DIN. „Normung schafft Sicherheit“, sagt er weiter.

Christoph Winterhalter ist seit 2016 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Instituts für Normung
Christoph Winterhalter ist seit 2016 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Instituts für Normung

Gerade die Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz sind hier ein zentraler Bereich. Normen können hier klar beschreiben, was die jeweilige Technologie leisten kann und soll – und was nicht. „Wie kann ich sicherstellen, dass dieses System sich an Gesetze hält und an ethisch moralische Vorstellungen“, so Winterhalter. Diese entscheidenden Fragen sollten geklärt werden und international auf die gleichen Antworten stoßen. Die Mitarbeiter des DIN tauschen sich daher regelmäßig mit Kollegen aus anderen Ländern aus.

Nicht immer ist die Entwicklung von Normen allerdings von Erfolg gekrönt. Denn die Vorgaben, die das DIN entwickelt sind freiwillig für die Hersteller. „Eine Norm ist ein Angebot, wie man eine technische Lösung erzielen kann, aber nicht muss“, bestätigt Winterhalter. Smartphone-Nutzer dürften sich daher auch in Zukunft weiter über unterschiedliche Ladestecker ärgern. „Die Norm für Ladestecker gibt es, Apple hält sich nur nicht dran“, sagt Winterhalter.

Bei chinesischen Tech-Herstellern hätten Normen dagegen einen ganz anderen Stellenwert. Sie seien „Musterknaben der Normierung“, sagt Winterhalter. Was hinter der Affinität zu Normen steckt und wie die Zukunft der Normierung in Deutschland aussieht, erzählt Christoph Winterhalter in der neuen Folge von  „So techt Deutschland“.


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