ImmobilienSo werden Sie zum Vermieter

Symbolbild Mietvertrag
Symbolbild Mietvertragdpa

Wunsch und Wirklichkeit klaffen in wenigen Lebensbereichen so weit auseinander wie beim Wohnen. Viele würden gern im eigenen Einfamilienhaus im Grünen leben, auf mindestens 100 Quadratmetern. Wer aber eine Immobilie kaufen möchte, um sie zu vermieten, sollte sich besser ansehen, wie das Gros der Menschen wirklich lebt: Zwei von drei Deutschen wohnen in der Stadt – und müssen sich dort meist mit viel weniger Platz bescheiden. Ein Indiz dafür, welche Immobilien hierzulande am meisten gefragt sind.

Wer sich eine Wohnung zum Vermieten zulegt, sollte möglichst viele Interessenten ansprechen. Je mehr potenzielle Bewohner Schlange stehen, desto leichter kann man ausziehende Mieter ersetzen und seine Preisvorstellungen durchsetzen. Künftige Vermieter sollten folgende Punkte beachten:

Standort

Den eigenen Wohnort können Anleger oft am besten einschätzen. Dennoch muss ein Immobilienkauf hier nicht die erste Wahl sein, das gilt besonders für ländliche, wirtschaftsschwache Gegenden, in denen die Bevölkerung schrumpft – hier wird das Vermieten künftig zur Herausforderung. In den Metropolen sind Wohnungen indes oft schon so teuer, dass es Jahrzehnte dauert, bis man das Investment wieder eingespielt hat. B-Städte sind derzeit die interessantere Wahl, also mittelgroße, florierende Kommunen mit starkem Zuzug von jungen Leuten. Wer hier in einem attraktiven, belebten Viertel mit guter Verkehrsanbindung fündig wird, macht unter Umständen das bessere Geschäft.

Wohnungstyp

Fast alle mögen Gründerzeithäuser oder andere schöne Altbauten, so haben Forscher der TU Chemnitz herausgefunden. 95 Prozent der Befragten würden gern in so ein Gebäude einziehen. Hochhäuser und Waschbetonklötze finden dagegen wenig Anklang, ebenso wie moderne Designhäuser.

Die Größe der Wohnung ist ebenfalls entscheidend. In Großstädten leben die meisten Menschen auf 60 bis 80 Quadratmetern, die sich auf drei Zimmer verteilen. Und genau solche Wohnungen werden auch am häufigsten gesucht. In kleineren Städten darf es ein bisschen mehr sein, in den teuren Metropolen ein bisschen weniger, insgesamt aber gilt: Zwei- bis Dreizimmerwohnungen sind bei rund 60 Prozent aller Städter gefragt, nur zehn Prozent wollen in Einzimmerapartments leben, die heute gern als „sichere Kapitalanlage“ verkauft werden. Die Budgetgrenze liegt bei Einpersonenhaushalten zumeist bei 600 Euro, zu zweit sind Bewohner bereit, rund 1000 Euro auszugeben.