Gutes GeldRobecoSAM-Nachhaltigkeitsfonds: besser als der Index

Symbolbild nachhaltige Geldanlage
Symbolbild nachhaltige GeldanlagePixabay

Das Produkt

Neben der Mode ist kein Markt so schnelllebig wie der für Fonds: Ständig legt die Branche neue Produkte auf, passend zu jedem Trend. Der nachhaltige Fonds RobecoSAM Sustainable European Equities ist deshalb eine echte Rarität: Ihn gibt es bereits seit Mai 1991, er kann in Aktien sämtlicher europäischer Länder investieren und hat seit Auflage 360 Prozent Gesamtrendite erzielt. Im aktuellen, inzwischen zehn Jahre alten Börsenzyklus macht sich der Fonds gut. Seinen Vergleichsindex MSCI Europe hat er über jeden denkbaren Zeitraum – ein, drei, fünf und zehn Jahre – geschlagen.

Die Anlagestrategie

Fondsmanager Kai Fachinger verteilt das Geld seiner Kunden auf gerade einmal 30 bis 60 Papiere und investiert derzeit vor allem in nordeuropäische Länder. Aktien aus Deutschland, Norwegen und Schweden besitzt er deutlich mehr als der MSCI Europe. Zudem setzt er vor allem auf große Konzerne, die Kombination macht den Fonds stabiler. Der Mix hat ihm geholfen, in den schwierigen vergangenen zwölf Monaten nur circa sechs Prozent Verlust zu verbuchen, während der Vergleichsindex auf gut zehn Prozent kommt. Dazu beigetragen hat auch, dass sich Manager Fachinger stark vom Index absetzt: Konzerne wie die Allianz, Deutsche Börse, Henkel und der Pharmahersteller GlaxoSmithKline besitzt der Fonds teils zehnmal so häufig wie der Index.

Nachhaltigkeit

Der Fonds darf nicht in Unternehmen investieren, die Schusswaffen, umstrittene Waffen und Tabak herstellen. Zudem sind Anlagen in Konzerne verboten, die mehr als zehn Prozent ihres Umsatzes mit Kohleförderung und mehr als 20 Prozent mit Kohleverstromung erzielen. Der Fonds prüft nicht nur die Finanzkennzahlen, sondern auch, wie sich ein Konzern bei Sozial- und Umweltstandards und der Unternehmensführung schlägt. Diese sogenannten ESG-Daten nutzt der Fonds wiederum, um die 33 schlechtesten Prozent jeder Branche auszusortieren. Die Kriterien führen dazu, dass dem Fonds keine ganz großen Kohleverstromer wie RWE gehören. Gleichwohl besitzt der Fonds den oft kritisierten Konsumgüterhersteller Nestlé und die Ölmultis Shell und Total.

Fazit

Wer hehre Ideale hat, wird mit dem Fonds nicht glücklich. Für pragmatische Anleger mit Interesse an Europaaktien ist er dagegen eine solide Basis.