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Immobilienpreise und Mietspiegel: Düsseldorf

Jetzt ist es beschlossene Sache: Düsseldorf darf weiter in die Höhe wachsen. Die zurzeit einzigen Wohntürme der Stadt, das Portobello am Landtag und das Sternhaus am Kennedydamm, bekommen Geschwister: Ein neuer Wohnturm soll am Arag-Hochhaus an der Grenze zwischen Pempelfort und Mörsenbroich entstehen, drei weitere sind hinter dem Hauptbahnhof geplant. Die einstige Begrenzung der Gebäudehöhe auf 60 Meter ist passé. Der Berliner Investor Christoph Gröner hat grünes Licht für den Bau des 125 Meter hohen „Uppernord Tower“ bekommen. Der Neubau soll genauso hoch werden wie die benachbarte Arag-Zentrale, das bislang höchste Gebäude der Stadt. 150 Mio. Euro will er investieren. „Wir bauen für Menschen, die urban wohnen wollen und einen bestimmten Style mögen“, sagt der Investor, der die Immobilie nicht verkaufen, sondern im eigenen Bestand halten und vermieten will.

„Nur“ etwa 60 Meter Höhe messen die drei Wohntürme des Quartiers „Living Central“ am Hauptbahnhof, das für Flächennachschub in der City sorgen soll: 1000 Wohnungen sind zwischen Kölner, Erkrather und Moskauer Straße geplant. „In Deutschland gibt es Wohnhochhäuser nur für Arme oder für ganz Reiche. Wir bauen für den Mittelstand“, sagt Klaus Franken, Geschäftsführer von Catella Corporate Finance. Das Unternehmen hat das 38.000 Quadratmeter große ehemalige Postverteilzentrum erworben, auf dem der neue Wohnraum entstehen soll. Entsprechend dem Düsseldorfer ...

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Immobilien- und Mietpreise in Düsseldorf

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Der Immobilienmarkt in Düsseldorf

Jetzt ist es beschlossene Sache: Düsseldorf darf weiter in die Höhe wachsen. Die zurzeit einzigen Wohntürme der Stadt, das Portobello am Landtag und das Sternhaus am Kennedydamm, bekommen Geschwister: Ein neuer Wohnturm soll am Arag-Hochhaus an der Grenze zwischen Pempelfort und Mörsenbroich entstehen, drei weitere sind hinter dem Hauptbahnhof geplant. Die einstige Begrenzung der Gebäudehöhe auf 60 Meter ist passé. Der Berliner Investor Christoph Gröner hat grünes Licht für den Bau des 125 Meter hohen „Uppernord Tower“ bekommen. Der Neubau soll genauso hoch werden wie die benachbarte Arag-Zentrale, das bislang höchste Gebäude der Stadt. 150 Mio. Euro will er investieren. „Wir bauen für Menschen, die urban wohnen wollen und einen bestimmten Style mögen“, sagt der Investor, der die Immobilie nicht verkaufen, sondern im eigenen Bestand halten und vermieten will.

„Nur“ etwa 60 Meter Höhe messen die drei Wohntürme des Quartiers „Living Central“ am Hauptbahnhof, das für Flächennachschub in der City sorgen soll: 1000 Wohnungen sind zwischen Kölner, Erkrather und Moskauer Straße geplant. „In Deutschland gibt es Wohnhochhäuser nur für Arme oder für ganz Reiche. Wir bauen für den Mittelstand“, sagt Klaus Franken, Geschäftsführer von Catella Corporate Finance. Das Unternehmen hat das 38.000 Quadratmeter große ehemalige Postverteilzentrum erworben, auf dem der neue Wohnraum entstehen soll. Entsprechend dem Düsseldorfer „Handlungskonzept Wohnen“ errichtet Catella zu je einem Fünftel Prozent „preisgedämpfte“ und Sozialmietwohnungen. „Die Wohnungsgemeinschaft wird sich aus unterschiedlichen Generationen und Einkommensklassen zusammensetzen“, so Franken.

Sich an der Mitte zu orientieren und bewusst zu mischen, ist neu für die exklusive Rhein-Metropole. Der Zuzug von Menschen hält an, die Nachfrage nach Wohnraum ebbt nicht ab: 2011 lebten in Düsseldorf knapp 590.000 Menschen, im vergangenen Jahr waren es bereits fast 620.000. Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Den vielen Neubürgern muss die Stadt ein Dach über dem Kopf bieten. Preisschübe bei Kauf und Miete sind da nicht zu vermeiden. Nirgendwo sonst in Nordrhein-Westfalen ist Wohnen so kostspielig wie in der Landeshauptstadt. „Die Mieten sind über alle Bezirke und Immobilienarten in den letzten zehn Jahren um rund 28 Prozent gestiegen“, sagt Immobilienmaklerin Dagmar Böcker-Schüttken. Die Kaufpreise hätten im gleichen Zeitraum um 22 Prozent zugelegt.

Vor allem im Luxussegment zeichnet sich jedoch neuerdings ein Abflachen der Preiskurve ab. „Es gibt zu viele teure Wohnungen. Die Vermarktung zieht sich wie Kaugummi“, sagt Birgit Pfeiffer von Engel & Völkers in Düsseldorf. Und zwar sowohl in der Innenstadt als auch in Pempelfort oder in den linksrheinischen Stadtteilen Heerdt und Oberkassel. Das Geschäft mit Wohnungen im mittleren Preissegment dagegen läuft hervorragend – und zwar in ganz Düsseldorf: „Wohnungen für 3500 bis 5000 Euro pro Quadratmeter gehen weg wie warme Semmeln“, sagt die Immobilienmaklerin.

capital.de, 21.04.2016
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