ImmobilienSo schützen Sie Ihr Haus vor der Sommerhitze

Vor allem im Sommer kann die Hitze dem Eigenheim ganz schön zu schaffen machenIMAGO / Shotshop

Die Sommerhitze trifft Deutschland mit voller Wucht. Schon die vergangenen Sommer haben bewiesen, dass man für Temperaturen weit über 30 Grad nicht mehr ins Ausland reisen muss. In Trier etwa wurde im vergangenen August ein Rekordwert von 38,7 Grad Celsius gemessen.

Gerade, wer in der Stadt lebt, wo sich die Hitze staut, lernt allmählich, den Sommer zu fürchten. Denn während in vielen südeuropäischen Ländern Klimaanlagen zur Grundausstattung gehören, haben in Deutschland nur die wenigsten Häuser ein eingebautes Kühlsystem. Um das Zuhause trotzdem kühl zu halten, müssen Eigenheimbesitzer aber nicht gleich eine teure Klimaanlage installieren, die Strom frisst und der Umwelt schadet. Einige Tricks können gegen sommerliche Hitze helfen.

Richtig Lüften und Rolläden einsetzen

Die Wärme gelangt vor allem über die Fenster ins Haus. Man sollte deshalb die Nacht oder die frühen Morgenstunden dazu nutzen, kühle Luft ins Haus oder in die Wohnung zu lassen. Sobald die Sonne aufgeht und die Temperaturen in die Höhe klettern, sollte man alles abdunkeln, damit die Sonnenstrahlen draußen bleiben. Rollläden können auch nachträglich angebracht werden. Außenrollos sind effizienter als solche auf der Fensterinnenseite – sind aber für Mieter schwer zu realisieren, weil sie fest installiert werden müssen. Mieter benötigen für solche baulichen Veränderungen die Genehmigung ihres Vermieters.

Mieter haben es ungleich schwerer, sich vor Hitze zu schützen, als Eigenheimbesitzer, gerade in Dachgeschosswohnungen. Kleine Kniffe können immerhin ein bisschen Abhilfe schaffen. Besteht etwa ein von innen angebrachter Sonnenschutz aus einem Material, das das Licht reflektiert, werden die Sonnenstrahlen direkt abgewehrt und gelangen weniger leicht in die Wohnung. Verzweifelte Stadtbewohner greifen während Hitzewellen manchmal zu Alu-Rettungsdecken und befestigen sie an den Fenstern. Außerdem sollte ein Sonnenschutz möglichst das gesamte Fenster verdecken, auch die Seiten.

Häuslebauer können – und sollten – bereits beim Bauen Maßnahmen ergreifen, um ihr Haus vor Hitze zu schützen. Dazu gehören nicht nur Rollläden oder Markisen. Experten raten dazu, Dachüberstände so zu planen, dass die flach einstrahlende Wintersonne einfallen kann, die steiler stehende Sommersonne jedoch abgeschirmt wird. Klug ist es außerdem, die Schlafzimmer auf der kühleren Nordseite des Hauses einzurichten. Darüber hinaus spielt, ebenso wie gegen Kälte, auch gegen Hitze die Dämmung des Hauses eine wichtige Rolle. Je besser ein Haus gedämmt ist, desto schwieriger wird es für die Hitze, einzudringen.

Drei Varianten für den zusätzlichen Hitzeschutz

Soll es doch eine Klimaanlage sein, sollten sich Eigentümer in jedem Fall von einem Fachmann beraten lassen – zum einen wegen der Kosten, zum anderen, damit die Installation fachgerecht durchgeführt wird. Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Klimaanlagen. Zum einen gibt es sogenannte Monoblockgeräte: Diese sind vor allem dazu geeignet, einzelne Räume zu kühlen, und benötigen einen Schlauch, der entweder aus einem Fenster oder durch eine Öffnung in der Wand die warme Luft aus dem Innenraum nach draußen führt. Sie kommen auch für Mietwohnungen infrage.

Sogenannte Split-Klimaanlagen funktionieren ohne Schläuche. Stattdessen gibt es eine Außen- und eine Inneneinheit, die über eine Leitung verbunden sind. Split-Anlagen sind in der Regel leiser als Monoblockgeräte und bieten eine bessere Kühlleistung. Sie sind auch besser geeignet, wenn man mehrere Räume kühlen möchte. Denn mit einem einzigen Außengerät lassen sich drinnen gleich mehrere Geräte verbinden. Manche Modelle können im Winter außerdem zur Heizung umfunktioniert werden. Für Mieter sind Split-Geräte eher ungeeignet: Sie können nicht einfach eine Wand durchbrechen.

Die dritte Variante sind Ventilatoren mit Kühlfunktion – strenggenommen handelt es sich dabei nicht um Klimaanlagen. Ein Wassertank sorgt dafür, dass die Geräte kühle Luft im Raum verteilen. Allerdings ist das Schimmelrisiko ungleich höher als bei anderen Anlagen und der Kühl-Effekt begrenzt.

 


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