PodcastWie Wunder Mobility das Bosch für neue Mobilität werden will

Gunnar Froh, CEO von Wunder Mobility


Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Social Bots – Die Zukunft ist digital. Aber wie digital ist eigentlich Deutschland? Im Podcast „So techt Deutschland“ gewähren die besten Digitalexperten Einblicke in die Tech-Szene.


Gunnar Frohs Lebenslauf liest sich spannend: Nachdem er vor Jahren einen Airbnb-Konkurrenten gründete, lief er selbst zu Airbnb über und wurde dort der erste Deutschlandchef. Aktuell ist er Chef von Wunder Mobility. Mit dem Unternehmen will er die Mobilitätsbranche aufmischen, indem er mehrere der jüngst auf den Markt gekommenen Mobilitätsangebote auf einer Plattform zusammenbringt. „Wir haben eine Plattform gebaut, auf der die Betreiber von neuer Mobilität ihre Dienste anbieten können“, fasst er die Idee zusammen. Sein Kundenkreis ist bunt gemischt. Von kleinen Start-ups über Autohersteller bis hin zu ganzen Städten, die sich um ein neues Mobilitätskonzept bemühen, sind hier alle vertreten.

„Eine Art Bosch für New Mobility“ solle seine Firma mal werden, erläutert Froh seine Pläne, einen Weltmarktführer zu schaffen. Das sind große Visionen, doch zeigt sich gerade in der Mobilitätsbranche immer wieder: Die Geschäftsmodelle neuer Wettbewerber können den Markt durchaus aufmischen. Der Fahrtenvermittler Uber ist so ein Beispiel.

„Lieber ohne Geld vom Staat“

Aber es ist kompliziert. Oft geht es um neue Gesetze, ohne die Innovationen und Geschäftsmodelle auf dem Markt nicht funktionieren würden. Das Personenbeförderungsgesetz etwa hat immer wieder für langwierige Probleme gesorgt. Haben Fahrdienste eine Rückkehrpflicht oder nicht? Froh sagt, er habe schon einige Stunden in Büros von Politikern damit zugebracht, Debatten über diese Fragen zu führen. „Ich habe jeden der gut 30 Bundestagsabgeordneten, die sich mit dem Thema beschäftigen, getroffen“, fasst er seine Bemühungen zusammen. Nicht immer seien diese erfolgreich.

Geht es um „Staatsförderung von Risikokapital in Start-ups“, ist Froh kritisch. Lieber wolle er ohne Geld vom Staat arbeiten. An Kapital komme man trotzdem – „wenn man das vernünftig und oft genug pitcht“ jedenfalls. Wie Gunnar Froh die deutsche Autobranche sieht, was er ihr für eine Zukunft prophezeit und wie es genau weitergehen soll mit Wunder Mobility, darüber spricht er in der neuen Folge „So techt Deutschland“.

 


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