PodcastWie die Hamburger Staatsoper mit Video-on-demand experimentiert

Ralf Klöter, Geschäftsführender Direktor der Hamburgischen StaatsoperIMAGO / Chris Emil Janßen

Die Balletttänzer können nicht mehr tanzen, die Opernsänger müssen im Homeoffice üben. Auch für die Hamburgische Staatsoper bedeuten Pandemie und Lockdown eine große Umwälzung. Um den Kontakt mit ihrem Publikum zu bewahren, bietet die Staatsoper mittlerweile auch Aufführungen als Video-on-Demand. So sei die Pandemie auch eine Chance, „Dinge mal anders auszuprobieren und auch anders zu zeigen“, sagt Ralf Klöter, geschäftsführender Direktor der Oper, im Podcast „Die Stunde Null“.

Am 17. April wurde etwa Die Fledermaus von Johann Strauss auf NDR ausgestrahlt, bis zum 24. Juni kann man die Inszenierung von Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion durch Romeo Castellucci in der Mediathek von Arte streamen. Ob diese Methoden allerdings „ein Weg in die Zukunft“ sind, bezweifelt Klöter. Die Staatsoper sei vor allem ein Unternehmen, „das ein Live-Erlebnis anbietet, das ein Publikum zusammenbringt“. Auch für die Künstler könnten gestreamte Aufführungen keinen Auftritt vor einem echten Publikum ersetzen.

Trotzdem bleibt Klöter zuversichtlich. Auch in Zeiten des Lockdowns seien „wirklich ganz erstaunliche Dinge entstanden“, sagt er. „Wir freuen uns sehr darauf, dass wir diese Dinge auf die Bühne bringen werden können. Und wir sind eigentlich auch sehr optimistisch, dass unser Publikum den Weg zurückfindet und mit großer Freude diese Dinge auch annehmen wird“, so Klöter. „Vielleicht hat diese Krise noch einmal gezeigt, wie elementar wichtig es für uns alle ist, dass wir zusammenkommen können.“

Hören Sie außerdem in der neuen Folge von „Die Stunde Null“,

  • wie viele Zuschauer sich eine gestreamte Vorstellung anschauen,
  • wie die Staatsoper weiterhin im Kontakt mit der Jugend bleiben möchte,
  • was Klöter von der Aktion #allesdichtmachen hält.

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