Capital-PodcastWenn Hemdenhersteller plötzlich Atemschutzmasken produzieren

Henning Gerbaulet, Geschäftsführer von Eterna, ist zu Gast im Capital-Podcast „Die Stunde Null – Deutschlands Weg aus der Krise“
Henning Gerbaulet, Geschäftsführer von Eterna, ist zu Gast im Podcast „Die Stunde Null – Deutschlands Weg aus der Krise“Eterna


Der Corona-Schock hat Deutschland und die ganze Welt in eine tiefe Krise gestürzt. Aber wie verändert sie unser Leben? Was kommt danach? Und welche Auswege gibt es? Der Capital-Podcast „Die Stunde Null – Deutschlands Weg aus der Krise“ stellt diese Fragen den Menschen, die durch die Krise steuern: Unternehmern, Wissenschaftlern, Managern, Philosophen und Ökonomen


Während wegen der Corona-Krise an vielen Orten die Produktion stillsteht, kann die Nachfrage an Schutzkleidung und medizinischen Geräten kaum gedeckt werden. Immer mehr Firmen versuchen deshalb ihre Produktion umzustellen. Auch der Bekleidungshersteller Eterna, der sonst für seine Hemden bekannt ist, produziert mittlerweile Schutzmasken.

Der erste Auftrag kam dabei von der slowakischen Regierung. Denn anders als viele Bekleidungsunternehmen produziert Eterna den Großteil seiner Waren in europäischen Nachbarländern. Am slowakischen Standort werden jetzt täglich bis zu 35.000 Masken hergestellt, noch bis Mai gehe ein Großteil davon an die slowakische Regierung. Mittlerweile haben aber auch die anderen Werke ihre Produktion auf Nasen- und Mundschutz umgestellt. Sie sollen noch einmal bis zu 100.000 Masken herstellen.

„Natürlich möchten wir gerne wieder verkaufen“

„Leider ist das Output immer noch viel zu gering für die Nachfrage, die wir haben“, bilanziert Henning Gerbaulet, der geschäftsführende Gesellschafter von Eterna. Nach Ostern soll sich das aber ändern. Auch im eigenen Onlineshop habe man die ersten Masken schon angeboten. „Die waren immer innerhalb von Stunden ausverkauft“, so Gerbaulet.

„Die Stunde Null –Deutschlands Weg aus der Krise“: Der neue Capital-Podcast mit Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar

„Wir versuchen aber in allererster Linie die Masken dorthin zu bringen, wo sie wirklich benötigt werden.“ Damit meint Gerbaulet alle Einrichtungen, wo medizinisches Personal im Einsatz ist, darunter auch Alten- und Pflegeheime. Auch von Arztpraxen hatte Eterna zuletzt viele Anfragen erhalten.

Mit dem Umstieg auf Schutzmasken könne das Unternehmen auch die Umsatzeinbrüche etwas abfedern. So habe man in der Produktion auf Kurzarbeit verzichten können, berichtet Gerbaulet. Dennoch könne Masken-Produktion die regulären Einnahmen nicht aufwiegen.  „Eine Linderung mit steigender Tendenz ist auf jeden Fall zu sehen“, so Gerbaulet. „Natürlich möchten wir gerne wieder verkaufen.“ Eine Rückkehr zum Normalbetrieb bereitet ihm dennoch Sorgen – wenn Beschränkungen für Kunden bestehen bleiben. Trotzdem weiß er angesichts der vollen Lager: „Das wird nur mit Ladenöffnung und Verkaufen gehen.“

Im neuen Podcast „Die Stunde Null – Deutschlands Weg aus der Krise“ spricht Capital-Chefredakteur Horst von Buttlar mit Menschen, die die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen hautnah erleben. Außerdem stellt er in jeder Folge eine Initiative vor, die kreative Antworten auf die Probleme der Pandemie findet. In der sechsten Folge ist das die Crowdfunding-Plattform „SchwarzwaldCrowd“ vom badischen Energieversorger Badenova.


Alle Folgen von „Die Stunde Null – Deutschlands Weg aus der Krise“ finden Sie bei Audio Now, Apple Podcasts, Deezer, Soundcloud und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Nehmen Sie die Feed-URL und fügen Sie „Die Stunde Null“ einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.