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Kommentar Warum Deutschlands größtes Fintech in die Pleite rutschte

Sebastian Diemer als Kreditech-CEO
Sebastian Diemer als Kreditech-CEO
© PR
Mit Monedo (früher Kreditech) musste ein Pionier der deutschen Fintech-Welle Insolvenz anmelden. Für die Coronakrise konnte die Firma nichts – für sein lange gepflegtes „Fake it till you make it“-Prinzip schon

Es gibt eine Zahl, die in den Anfangsjahren so etwas wie ein ständiger Begleiter des aufstrebenden Hamburger Fintechs Kreditech war: 20.000. So viele Datenpunkte, hieß es stets, beziehe der Scoring-Algorithmus des Start-ups ein, um über die Bonität potenzieller Schuldner zu entscheiden. Die Zahl wurde stolz präsentiert, wenn die Gründer Sebastian Diemer und Alexander Graubner-Müller auf Konferenzbühnen für ihr Unternehmen warben, sie wurde bereitwillig aufgegriffen von Journalisten und Bloggern, die mit einer gewissen Ehrfurcht über die vermeintliche Zauberformel von Kreditech berichteten, und sie war Fixpunkt für Daten- und Verbraucherschützer, die die Datensammelwut der Hamburger kritisierten.

Wie wirkmächtig der Algorithmus und wie aussagekräftig die Zahl aber überhaupt waren, ob 20.000 Datenpunkte eigentlich viel oder wenig waren, diese Fragen stellte fast kein Beobachter. Man ließ sich blenden vom rasanten Wachstum – und von zwei beeindruckenden Gründern.

Den gesamten Kommentar zum Ende von Kreditech lesen Sie heute auf Finance Forward, dem neuen Finanzportal von Capital und OMR. Für den täglichen Newsletter können Sie sich hier anmelden.

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