Angst vor Knappheit Welche Alltagsprodukte gerade gehamstert werden

Da Sonnenblumenöl knapp wird, weichen Verbraucher in Deutschland und Spanien auf andere pflanzliche Speiseöle aus – Rapsöl ist dabei die günstigste Alternative, weshalb auch hier vereinzelt leere Regale vorzufinden waren. Allerdings ist nicht mit einem langfristigen Mangel zu rechnen, da die hiesige Landwirtschaft selbst in großen Mengen Raps produziert. Andere Speiseöle wie Olivenöl sind durch den Krieg nicht unmittelbar betroffen, aber auch ihre Preise könnten steigen.  
In vielen europäischen Supermärkten gibt es leere Regale.
© IMAGO / Jürgen Held
Wegen des Ukrainekriegs fürchten viele Menschen um die Versorgung mit Lebensmitteln – und kaufen die Supermarktregale leer. Was wo in Europa gerade besonders nachgefragt wird

Das letzte große Hamstern ist erst zwei Jahre her: Die einbrechende Coronapandemie löste Anfang 2020 Ängste vor Engpässen aus und veranlasste die Menschen dazu, verschiedene Produkte wie Toilettenpapier, Nudeln oder Trockenhefe zu horten. Der Krieg in der Ukraine hat diese Ängste nun offenbar wiederbelebt – aus verschiedenen Ecken Europas werden die ersten leergeräumten Supermarktregale gemeldet.  

Tatsächlich beeinträchtigt der Ukraine-Krieg den Export bestimmter Agrarprodukte. So betrug der ukrainische Anteil am Weltmarkt für Weizen in den letzten Jahren beispielsweise etwa acht Prozent – ein Großteil davon dürfte nun wegfallen. Auch der russische Export ist betroffen, dem nun westliche Sanktionen entgegenstehen. Gemeinsam standen beide Länder in der Vergangenheit für rund 30 Prozent der globalen Weizenerzeugung. 

Einer der größten Abnehmer für ukrainische Agrarerzeugnisse war die Europäische Union. Mehr als 70 Prozent der Exporte von Weizen, Mais, Gerste und Raps gingen zuletzt dorthin, was wohl ein Grund für die Hamsterkäufe der Europäer ist. Welche Produkte derzeit in welchen Ländern besonders nachgefragt sind – die Übersicht:  


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