BilderstreckeSo wurde Netflix zum Streaming-Giganten

Netflix-Zentrale in Los Gatos
Netflix-Zentrale in Los GatosNetflix

Auf dem Papier sieht die Zukunft von Netflix rosig aus. Der Streaming-Gigant konnte im ersten Quartal 2019 einen Rekord verkünden. 9,6 Millionen neue Kunden ließen die Gesamtzahl der Abonnenten weltweit auf knapp 149 Millionen Menschen steigen, wie CNN berichtete. 60 Millionen von ihnen stammten aus den USA. Der Gewinn stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2018 von 290 auf 344 Mio. Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um 22 Prozent auf 4,5 Mrd. Dollar.

Netflix hat das Streamen von Videos zur digitalen Normalität gemacht. Dabei begann diese Erfolgsgeschichte ausgerechnet mit einem sterbenden Medium. Denn anfangs hatte der Konzern noch per Post DVDs verliehen.

Netflix ist dabei weit mehr als ein Dienstleister, der Filmstudios und TV-Sendern die Zuschauer abjagt. Der Konzern produziert eigene Serien und Filme und will in diesem Jahr 15 Mrd. Dollar in Inhalte stecken – drei Milliarden mehr als das Jahr zuvor.

Dahinter steckt aber auch eine Überlebensstrategie. Denn der eigene Erfolg könnte dem Streaming-Giganten zum Verhängnis werden: Er muss nicht nur gegen alte Konkurrenten wie Amazon und neue Wettbewerber wie Apple bestehen. Sender und Studios, allen voran Disney, ziehen Inhalte ab und steigen mit eigenen Plattformen ins lukrative Streaminggeschäft ein.

So wurde Netflix zum Online-Giganten