PodcastSo will die Börse Stuttgart Kryptowährungen salonfähig machen

Symbolbild KryptowährungBild von Gerd Altmann auf Pixabay


Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Social Bots – Die Zukunft ist digital. Aber wie digital ist eigentlich Deutschland? Im Podcast „So techt Deutschland“ gewähren die besten Digitalexperten Einblicke in die Tech-Szene.


18,48 Millionenso viele Bitcoins waren Ende August 2020 im Umlauf. Die bekannte Kryptowährung Bitcoin gibt es inzwischen seit etwas mehr als zehn Jahren. Neben Ethereum und XRP gibt es insgesamt über 1000 weitere Kryptowährungen. Dennoch sehen laut einer Umfrage der ING-Direktbank weniger als ein Viertel der Deutschen digitale Währung als die Zukunft der Zahlungsmittel.

Als erster deutscher Handelsplatz ist die Börse Stuttgart nun nach dem Kreditwesengesetz für Kryptowährungen reguliert. Der Zulassungsprozess habe nicht allzu lange gedauert, resümiert der Börse-Stuttgart-Chef Alexander Höptner. Sein Ziel war es die Kryptowährung salonfähig zu machen. „Die Kollegen von den Aufsichten sind sehr offen für eine Diskussion“. Das gelte auch für institutionelle Anleger, die könnten mit ihren Kundengeldern schließlich „nicht in einem unregulierten Markt gehen“.

Kryptowährung erst der Anfang

Die Grundidee der Kryptowährung ist die Unabhängigkeit von zentralen Bankensystemen. Jede Transaktion und Information wird verschlüsselt und dezentral gespeichert. Die Technologie dahinter ist die Blockchain. Diese gilt als sicherer und effizienter im Vergleich mit herkömmlichen Verschlüsselungen. Zudem können Überweisungen meist schneller und kostenfrei erfolgen. Kryptowährungen seien jedoch nur der Anfang, sagt Höptner. Es gehe um eine komplette Tokenisierung, oder anders ausgedrückt die Verfügbarmachung von Anlageklassen – ähnlich wie bei einer Verbriefung. Und das gelte für Währungen, Aktien oder zum Beispiel auch Industriegüter.

Anleger können nun also Kryptowährungen über den Handelsplatz kaufen. Doch Höptner rät zur Vorsicht bei einer Investition in hochvolatile Produkte wie Bitcoin und Co. Ob er selbst Kryptowährungen hält? Klar. „Man muss da auch Prophet im eigenen Land sein.“

Warum ein digitaler Euro wichtig für Europa ist und wie Alexander Höptner auch Skeptiker von Kryptowährungen überzeugen will, erzählt er in der neuen Folge von „So techt Deutschland“.


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