dpa-AwardWirtschaftskarte - die weltweiten Militärausgaben

Ausschnitt aus der Wirtschaftskarte
Ausschnitt aus der WirtschaftskarteOle Häntzschel

„Lasst uns ein Wettrüsten veranstalten“, schlug Donald Trump vor. „Wir werden alle übertrumpfen.“ Für Liberale mag der 45. US-Präsident der Gottseibeiuns sein – für die Rüstungsindustrie ist er ein Segen. Er will das Verteidigungsbudget um zehn Prozent erhöhen und drängt auch die NATO-Partner, mehr fürs Militär auszugeben. Dabei lag das Militärbudget der USA laut dem Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) schon 2015 bei 596 Mrd. Dollar. China kommt mit 215 Mrd. Dollar nur auf ein gutes Drittel dieser Summe. Darauf folgt Saudi-Arabien (87 Mrd. Dollar), erst danach die einstige Supermacht Russland (66 Mrd.). Mit gut 39 Mrd. Dollar landet Deutschland auf dem neunten Platz.

Dass der US-Präsident Deutschland dennoch solchen Dampf macht, liegt daran, dass dieser Betrag nur 1,2 Prozent des BIP entspricht – weit entfernt von den zwei Prozent, auf die sich die 28 NATO-Mitglieder freiwillig verpflichtet haben. In dem Bündnis erreichten 2015 aber nur sieben Länder diese Zielvorgabe: Großbritannien, Estland, die Türkei, Frankreich, Polen, Griechenland und die USA. Prozentual am meisten wird – wenig überraschend – am Arabischen Golf für Waffen ausgegeben. Allen voran Oman mit unfassbaren 16,2 Prozent.

Hier können Sie sich die Wirtschaftskarte als Pdf herunterladen: Wirtschaftkarte Militärausgaben


Für diese Infografik erhielt unser Illustrator Ole Häntzschel den dpa-infografik award 2017 in der Kategorie „Nachrichtliche Infografiken“. Die Wirtschaftskarte ist in Capital 05/2017 erschienen.