StudieIn Deutschland wird so viel gearbeitet wie seit 25 Jahren nicht mehr

Großraumbüro
Symbolbild: GroßraumbüroGetty Images

Der Jobmotor brummt, die Zahl der Arbeitslosen lag im Oktober auf dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Diese positive Entwicklung macht sich auch beim Arbeitsvolumen hierzulande bemerkbar. Die Erwerbstätigen in Deutschland trugen im dritten Quartal 2017 die höchste Zahl an Arbeitsstunden seit 25 Jahren zusammen. Das berichtete das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Das gesamte Arbeitsvolumen lag demnach im dritten Quartal bei 15,36 Milliarden Stunden. Das waren laut der Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit 1,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Mehr gearbeitet wurde zuletzt im ersten Quartal 1992 mit 15,38 Milliarden Stunden.

Die Erwerbstätigen in Deutschland mussten das Plus nicht etwa durch Überstunden oder generell längere Wochenarbeitszeit erkaufen. In diesen Bereichen blieben die Werte laut dem IAB nämlich im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Stattdessen sorgten mehr Erwerbstätige für das 25-Jahres-Hoch. Ihre Zahl stieg verglichen mit dem Vorjahresquartal um 1,5 Prozent auf 44,5 Millionen. „Der Aufwärtstrend beim Arbeitsvolumen beruht auf der stark steigenden Zahl von Beschäftigten“, sagte Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen“.

Weitere Durchschnittswerte der Untersuchung:

  • Arbeitszeit je Erwerbstätigem im Quartal: 345,1 Stunden
  • Wochenarbeitszeit: rund 30 Stunden
  • Wochenarbeitszeit Vollzeit: 38 Stunden
  • Wochenarbeitszeit Teilzeit: 17 Stunden
  • Teilzeitquote: 39,3 Prozent
  • Zahl der Vollzeitbeschäftigten: plus 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal
  • Zahl der Teilzeitbeschäftigten: plus 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal
  • 5,3 bezahlte Überstunden pro Erwerbstätigem pro Quartal
  • 5,7 unbezahlte Überstunden pro Erwerbstätigen pro Quartal