PodcastHorsch: „Auch Landwirte denken ans Klima“

Die Horsch-Geschäftsführung (v.l.n.r.): Theo Leeb, Cornelia Horsch sowie die Brüder Michael und Philipp Horsch
Die Horsch-Geschäftsführung (v.l.n.r.): Theo Leeb, Cornelia Horsch sowie die Brüder Michael und Philipp HorschHorsch

Der Landmaschinenhersteller Horsch ist im Grunde das Familienunternehmen schlechthin: In der Geschäftsführung der über 50 Jahre alten Firma sitzen sowohl die Brüder Philipp und Michael Horsch als auch die Ehefrau des letzteren, Cornelia. Insgesamt 13 Kinder der aktuellen Managergeneration könnten zudem – je nach Wille und Befähigung – einmal ins Geschäft einsteigen.

Um dieser engen familiären Situation Rechnung zu tragen, hat sich Horsch ein ehernes Prinzip gegeben: „Wir treffen seit 40 Jahren alle wichtigen Entscheidungen im Konsens“, sagt Philipp Horsch, der gemeinsam mit Cornelia Horsch im Podcast „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ zu Gast ist.

Mit Blick auf die Fehlerkultur im Unternehmen gelte: „Wir irren gemeinsam voran – das ist unsere Führungsprämisse.“ Bei dem Landmaschinenbauer gehe es zudem darum, die Hierarchien möglichst weit abzubauen und nach dem Prinzip der Netzwerkorganisation zu arbeiten. Dieser Ansatz soll dabei helfen, eine Erfolgsgeschichte fortzuführen: Die Schwandorfer gelten als die Tüftler unter den Landmaschinenherstellern.

„Auch Landwirte denken ans Klima“

Es werden neue Geräte entwickelt, autonomes Fahren ausprobiert, und viel Neues getestet. „In der Gesellschaft gibt es Technologiefeindlichkeit, gerade in der Ernährung. Das bringt uns mit Sicherheit nicht weiter“, sagt Philipp Horsch. „Wir brauchen da eher Beschleunigung.“ Im vergangenen Jahr erwirtschaftete das Unternehmen mit dieser Offenheit ein Umsatz-Plus von 40 Prozent, es wurden Hunderte neue Mitarbeiter eingestellt.

Im weitesten Sinne sieht Horsch sein Unternehmen aber auch als Teil der Gesundheitsbranche. „Wir beschäftigen uns mit der Herstellung von Lebensmitteln im weitesten Sinne“, erklärt er dieses Selbstverständnis. Dazu trägt auch der Wandel zu einer nachhaltigeren Landwirtschaft bei, der die Branche seit einiger Zeit erfasst hat. Längst haben nachhaltige Ernährung und Ökologie Einzug gehalten – und zwar nicht nur bei den Konsumenten, so Horsch. „Auch Landwirte denken um und denken ans Klima“, ergänzt Cornelia Horsch. „Unser Part dabei ist, Landtechnik herzustellen und den Landwirten die Chance zu geben, neue Wege zu gehen“, sagt Philipp Horsch zur Rolle seines Unternehmens bei diesem Wandel.

Warum selbstfahrende Autos in der Landwirtschaft besser funktionieren als in der Großstadt und warum das Unternehmen auf ein Organigramm verzichtet, erzählen Philipp und Cornelia Horsch im Gespräch mit Tobias Rappers, Geschäftsführer des Maschinenraums und Capital-Redakteur Nils Kreimeier.

Alle Folgen von „Alles Neu…? Aus dem Maschinenraum“ finden Sie bei Audio Now, Apple Podcasts, und Spotify – und natürlich auf Capital+ in der Rubrik Podcasts und Artikel zum Anhören.