Deutsche im Wilden Westen Henry Steinway – der Klavierbauer aus dem Harz

Sein erstes Klavier baute Henry Steinway, damals noch Heinrich Steinweg, 1835 in seiner Wohnküche
Sein erstes Klavier baute Henry Steinway, damals noch Heinrich Steinweg, 1835 in seiner Wohnküche
© Getty Images
Heinrich Steinweg verlor als Jugendlicher seine Familie und kämpfte gegen Napoleons Armee. Jahrzehnte später wanderte er in die USA aus und gründete dort als Henry Steinway ein Unternehmen, auf dessen Flügeln noch heute viele weltberühmte Pianisten spielen

Seinen allerersten Flügel soll Heinrich Engelhard Steinweg der Firmenlegende nach 1836 in der Küche seines Wohnhauses in Seesen im Harz gebaut haben – heimlich. In seiner eigenen Werkstatt war nur die Reparatur von Instrumenten erlaubt, nicht der Bau. Doch genau damit wurde er später weltberühmt.

Dabei sah es in Steinwegs Jugend noch nicht danach aus, als würde er einmal ein erfolgreicher Unternehmer. Seine Lebensgeschichte war von Schicksalsschlägen geprägt: Erst starb seine Mutter, dann verlor er im Alter von 15 Jahren seine Brüder und seinen Vater – angeblich bei einem Blitzeinschlag, der die Familie im Wald überraschte. Dadurch wurde Steinweg Vollwaise und musste sich fortan allein durchschlagen.

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Jeder kennt Unternehmen wie Boeing oder Levi's – sie haben das Bild von Amerika in Deutschland befördert wie Burger und Hollywood. Weniger bekannt ist, dass viele dieser Unternehmen ihren Ursprung in Deutschland hatten, oder in dem, was heute Deutschland ist. Capital+ stellt die deutschen Unternehmensgründer in der Serie „Deutsche im Wilden Westen“ vor.


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