Start-upsWas verdient ein Fintech-Gründer?

Symbolbild Gehalt
Symbolbild GehaltPhoto by Christian Dubovan on Unsplash

Manche Erhebungen sind Schrott, für diese Einsicht braucht es manchmal nur einen kurzen Augenblick. So ermittelte vor einigen Tagen das Jobportal Adzuna den „Marktwert“ von bekannten Gründern, darunter auch der N26-CEO Valentin Stalf.

Dafür speiste das Unternehmen die Lebensläufe der 100 erfolgreichsten deutschen Gründer in eine Datenbank ein, die 50.000 anonymisierte CVs und die dazugehörigen Gehaltsdaten verknüpft. Das Ergebnis: Stalf, dessen Start-up N26 mit mehreren Milliarden Euro bewertet ist, würde auf dem freien Markt – wenn er einen neuen Job antrete – ein potentielles Jahresgehalt von 65.000 Euro erhalten. Sein Mitgründer Max Tayenthal würde laut der Erhebung immerhin auf 97.000 Euro kommen, heißt es.

Dass die Zahlen Quatsch sind, ist sofort klar, dafür muss man kein Headhunter sein. Viele Banken würden wahrscheinlich ein Vielfaches an Geld in die Hand nehmen, um die beiden N26-Gründer an Bord zu holen – allein für die Signalwirkung.

Es sei einmal dahingestellt, ob die Adzuna-Auswertung nun wirklich ernst gemeint war oder es sich um einen PR-Gag handelt (wenn ja – nicht schlecht, bei uns hat er gezündet). Dahinter steht aber eine spannende, andere Frage: Wie viel verdient ein Fintech-Gründer eigentlich bereits heute?

Das Problem: Die Frage ist so ganz einfach gar nicht zu beantworten. Über Geld spricht man in Deutschland nicht, übers Geldverdienen noch weniger. Aber wer sich im Hintergrund bei Gründern und Wagniskapitalgebern umhört, der kann einiges herausfinden – und einen spannenden Trend ausmachen.

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