Einmalzahlung als Inflationsausgleich: Was taugt der Scholz-Vorschlag?

Bundeskanzler Scholz und DGB-Chefin Fahimi
Bundeskanzler Scholz und DGB-Chefin Fahimi
© IMAGO / Bernd Elmenthaler
Tarifpolitik ist eigentlich nicht Sache des Bundeskanzlers. Jetzt hat Olaf Scholz aber vorgeschlagen, auf hohe Tarifabschlüsse zu verzichten, stattdessen soll es steuerfreie Einmalzahlungen geben. Ökonom Sebastian Dullien kritisiert den Vorstoß

Am 4. Juli will Olaf Scholz mit den Gewerkschaften und Arbeitgebern über Maßnahmen sprechen, die Beschäftigte bei steigenden Preisen entlasten – eine sogenannte konzertierte Aktion. Nun drang sein Vorschlag für die Verhandlungen an die Öffentlichkeit.

Was genau stellt sich Olaf Scholz vor?

Die Arbeitgeber sollen ihren Beschäftigten einmalig einen Inflationsausgleich zahlen. Die Gewerkschaften verzichten dafür auf einen Teil ihrer Lohnforderungen und der Staat versteuert den Bonus nicht. So landet die Zahlung eins zu eins auf dem Konto der Arbeitnehmer.

Wie viel die Arbeitgeber steuerfrei auszahlen dürfen, ist noch nicht festgelegt. Während der Corona-Zeit gab es schon einmal einen ähnlichen Bonus, damals fielen bis 1500 Euro keine Steuern an.


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